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Berichte

  • 2019
  • 2018

Hochtour Weissmies / Lagginhorn (30.7.-1.8.2019)

Leitung: Wendelin (Hill) Zemp

Teilnehmende: Fabienne, Lys, Ruedi, Roman, Dani, Roli (Holzwurm), Bäni, David, Samuel, Florian, Stefan

Teil 1:
Am 30. Juli machte sich eine motivierte Truppe von 12 Personen auf in Richtung Walliser Alpen. Wegen teilweise individueller Anreise traf man sich auf dem Hüttenweg zur Almageller-Hütte (2894 m). Gemeinsam wurde der sehr abwechslungsreiche Hüttenweg bei angenehmer Temperatur so richtig genossen. Nach einem schönen Hüttenabend und sehr kurzer Nacht marschierten wir im Schein der Stirnlampen um 04.45 Uhr los in Richtung Zwischenbergenpass (3268 m). Weiter ging es über ein ausaperndes Schneefeld schon bald auf den SSO-Grat. Nach 600 m Klettergenuss in schöner Block-Kletterei im I und II Schwierigkeitsgrad erreichten wir den Vorgipfel auf 3967 m. Es blies teilweise ein kräftiger Wind, sodass man gerne wärmere Kleider trug. Über den teilweise ausgesetzten Firngrat erreichten wir nahezu gemeinsam den Gipfel des Weissmies (4017 m). Der Blick auf andere Viertausender wurde ab und zu freigegeben. Nach einem Gipfelfoto machten wir uns an den Abstieg über den Triftgletscher. Weiter durch beeindruckende Eisbrüche steil bergab und unterhalb der Westflanke vorbei. Nordwestlich marschierten wir in weichem Schnee weiter über den flachen aber spaltigen Gletscher bis zum Weg der Hohsaas-Hütte. Von dort waren wir in wenigen Minuten bei der Hütte in unmittelbarer Näher zur Hohsaas-Bahn. Nach der traumhaften Überschreitung und knapp 10 h unterwegs sein folgte ein weiterer Hüttenabend in bester Geselligkeit. Am 1. August haben 9 der 12 Teilnehmer das Lagginhorn angegriffen, während Lys, Samuel und Dani bereits nach Hause reisten. Es war sehr schön, mit dieser Gruppe unterwegs zu sein. Herzlichen Dank an Hill für die sehr kompetente Leitung und allen anderen für die gute Kameradschaft.

Dani Meier

Teil 2:
… da warens nur noch Neune! 1. August 19, Lagginhorn

Wir waren es uns ja gewohnt! Um 03:50 Tagwache in der Hohsaashütte (3100 müM), Frühstück und los ging’s um 04:45 im Schein der Stirnlampen dem Lagginhorn zu. Nach 15 Minuten verliessen wir das Pistentrassee, querten eine mit Stahlseil gesicherte Felsschulter und erreichten ein Schneefeld. Sicherheitshalber nutzten wir zu dessen Querung die Steigeisen. Grundsätzlich aber konnten wir zumeist ohne bergtechnische Herausforderungen der guten Wegspur folgen, die uns zum Ostgrat führte. Um 06:30 strahlte die Sonne die gegenüberliegenden Gipfel rund um Allalin und Alphubel an. Ein wunderbarer Bergtag begrüsste uns. Aufgrund der guten Verhältnisse, leicht angefrorener Schotter ohne eisige Stellen, kamen wir ausserordentlich zügig voran. Zwar benötigten wir Hände und Füsse, aber der Grat zeigte sich heute von seiner angenehmsten Seite, so waren wir beinahe überrascht, als es um 08:15 einfach nicht mehr weiterging, das Gipfelkreuz des Lagginhorn auf 4010 müM war erreicht. Wir beglückwünschten uns. Speziell David unserm Jüngsten gebührt ein Lob, locker plaudernd hatte er eben seinen 2. Viertausender erreicht, wenn dies nicht ein gutes Omen ist für seine alpinistische Zukunft!
Wir genossen die herrliche Rundsicht. Hervorragend war die Sicht aufs Weissmies, heute zeigte es sich im besten Licht. Nach kurzer Rast machten wir uns auf den Abstieg. Gelenkschonend und mit der gebotenen Sorgfalt bewegten wir uns zurück nach Hohsass. Obwohl wir uns sogar hin und wieder eine kurze Pause gönnten und Genepi sammelten, genossen wir bereits um 11:45 den Apero an der Bergstation Hohsaas. Dort verabschiedeten wir uns und gelangten mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln gesund und glücklich nach Hause. Danke Hill, wir haben einen eindrücklichen 1. August erlebt!

Ruedi Hauser

Klettertour Chatzenpfad Handegg (30.06.2019)

Tourenleiterin Andrea Huwyler

Teilnehmende: Edith, Gerhard

Wegen der herrschenden Hitze verlegte Andrea das Kletterziel (Brüggler) in die schattigen Handeggwände. Es war wegen der hohen Temperaturen sicher das Beste, Richtung Grimselpass zu gehen.

Wir parkierten unser Auto beim Kraftwerk und hatten einen kurzen Weg zum Einstieg der Tour CHatzenpfad. Nach ein paar Erklärungen und Abmachungen zogen wir Gstältli und Kletterfinken an und nahmen Material sowie Kletterrucksack mit Getränken und Sandwichs auf. Gut eingebunden und kontrolliert stieg Andrea die erste Seillänge vor. Es war 07:30 und die Westwand lag prächtig im Schatten, mit ca. 18 Grad einfach perfekt. Blauer Himmel wolkenlos, leichtes Lüftchen, Sonnenschein am Gegenhang, was will man noch mehr?

Edith, welche sicherte, und meine Wenigkeit, sahen zu, wie Andrea bis zum ersten Stand kletterte. Danach ging es für uns los und im Nachstieg war es deutlich leichter, auf der Granitplatte gut gesichert zu ihr hinauf zu klettern. Wie der Name der Route sagt, kletterten wir katzenartig geschmeidig und wie auf leichten Pfoten. Nach 9 Seillängen kamen wir am letzten Stand an.

Während der kurzen Gipfelrast holte uns die Sonne ein. Das Abseilen ging ruckzuck, ohne Seil verhängen oder andere Komplikationen waren wir um 12:30 beim Einstieg zurück.

Danke und Bravo für die Arbeit von beiden. Ich hatte mich immer sehr sicher gefühlt. Es war eine eindrückliche Klettertour an den Handeggwänden.

Gwächta-Überschreitung (3163m) (29./30.6.19)

Kategorie: Hochtour
Leitung: Roger Fischer

Teilnehmende: Fabienne, Roman, Adrian, Tatjana

Da alle Teilnehmenden nicht über ein Auto verfügen, setzen wir uns kurz entschlossen in den Zug. Da dieser dann etwas Verspätung «einfuhr», stiegen wir ebenfalls kurz entschlossen in Meiringen auf das Postauto um, was uns in spektakulärer Fahr über die Schwarzwaldalp und Kleine Scheidegg zu unserem Treffpunkt ob Grindelwald führte. Mit dem Auto wäre das niemals so schön gewesen.

An der Abzweigung Grindelwald-Gleckstein wartet Roger bereits auf uns. Der strahlend schöne Tag versprach auch unglaublich heiss zu werden. Wir waren daher alle sehr zufrieden, dass wir uns mal als erstes im Schatten der Flanke des Byhorns auf dem Weg in Richtung Gleksteinhütte bewegen konnten. Auf einem kurzen Abstecher zeigte uns Roger die Überreste einer Bahnanlage aus früheren Zeiten, die zu einem Hotel geführt hat. Auf dem Weg durch das Tal hinauf zur Hütte empfing uns das regelmässige Krachen und Donnern der Eislawinen, die eindrücklich und doch auch irgendwie nachdenklich stimmend, regelmässig vom Oberen Grindelwaldgletscher abbrachen – Klimawandel live…..

Wir erreichten in gutem Schritt die sehr schön gelegene, top geführte Hütte und genehmigten uns einen ersten Umtrunk. Mitte Nachmittag zogen die anderen vier dann noch los um das Chrinnenhorn, welches sich oberhalb der Hütte in Nachbarschaft des Wetterhorn findet, zu erkraxeln. Die Schreibende zog es vor, das Hüttenbett aufzusuchen und ein Nickerchen zu machen.

Nach einem fantastischen Abend mit einer unglaublich schönen Aussicht auf Berg und Tal und nach einer kurzen Nacht zogen wir am nächsten Tag früh morgens los. Die fehlende Dusche in der Hütte konnten wir dann kurz nach Abmarsch in Form eines zu durchquerenden Wasserfalls nachholen. Im Schein der Taschenlampen kraxelten wir der felsigen Wegspur entlang runter und rüber zu einem grossen Schneefeld, das wir aufstiegen um zum Rand des Gletschers zu gelangen, wo wir die Steigeisen überzogen. Bei aufgehender Sonne zogen wir unter der guten Führung von Roger in zwei Seilschaften in einem grossen Bogen oberhalb des Gletschers in Richtung Gwächta. Roger hat nicht zu viel versprochen in der Ausschreibung. Die Aussicht in die Täler des Oberen und Unteren Grindelwaldgletschers, auf die Fiescherhörner und die drei grossen Berner Oberländer sind von dort unbezahlbar schön. Nach einer gemütlichen Pause in der Sonne gings dann steil hinunter über das Gwächta-Joch über eine heikle geröllige Passage und ein Schneefeld, das uns mühsame Höhenmeter im Fels ersparte. Dann zogen wir die Eisen aus und es ging weiter über Grashänge und ein weiteres Schneefeld hinunter auf den Schreckhorn-Hüttenweg.
Auch hier begleitete uns das regelmässige Krachen der brechenden Séracs und Roger, seit 15 Jahren in Grindelwald heimisch, konnte uns anschaulich anhand der Landschaft aufzeigen, wie sehr sich diese in der kurzen Zeit seit er hier lebt, bereits gewaltig verändert hat. Felsstürze, neue Seen, Gletscherrückzug und ein gewaltiger Murgang sind das Resultat davon. Ein schöner Wanderweg der Bergflanke entlang führt uns dann zum Berghaus Bäregg, wo wir uns alle auf einen kühlen Drink genehmigen und von Heiri und Helen herzlich begrüsst werden. Dann nochmals eine halbe Stunde Marsch zur Pfingstegg, von wo uns die Bahn zurück ins tüppige Grindelwald bringt.
Wir verabschieden uns von Roger und schlängeln uns durch die unzähligen indischen und saudischen Touristen in Richtung Bahnhof. Via Interlaken geht’s zurück nach Luzern – dem Autostau haben wir damit grad auch noch ein Schnippchen geschlagen.

Es war wunderbar – und ich habe mich sehr über die nette Kameradschaft mit den jüngeren Teilnehmenden gefreut – herzlichen Dank euch allen für die schöne Tour!

Tatjana Scherrer

Von Kletterhalle in den Klettergarten (16.6.19)

Leitung: Markus Käppeli

Teilnehmer*innen: Luzia, Milo, Ernst, Ladina, Lino, Jacqueline, Simon, Esther, Annemarie, Silvana, Fabienne, Roman

Aufgrund der Wetterverhältnisse wurde die Durchführung des Klettertages kurzfristig von der ursprünglich geplanten Göscheneralp in den Berner Jura verlegt. So ging es am Sonntag in der Früh mit dem Auto los nach Orvin. Das um diese Uhrzeit (und wahrscheinlich auch ganzjährig) verschlafene, doch sehr hübsche Dörfchen galt als unser Ausgangsort. Vom Parkplatz liefen wir in rund 30 Minuten in Richtung Klettergarten zum vermeintlichen Sektor „Pizzeria“, wo uns Markus nochmals das Wichtigste des Kletter-1x1 erklärte. Als dann die ersten bereits in ihren Seilen hingen und – unwissend - schweisstreibende 6b-Routen in Angriff nahmen, wurde in der Verzweiflung schnell bemerkt, dass wir uns in einem falschen Sektor befanden. Nach einem kurzen Zusammenpacken und Fussmarsch landeten wir dann doch noch in der „Pizzeria“ mit Routen im 4. und 5. Schwierigkeitsgrad. Bei prächtigstem Wetter konnte das Gelernte in die Praxis umgesetzt werden. Von der Salmone (4b), über die Quattro staggione (4c) bis hin zur Catastrophe (5c+) konnten wir uns in der Pizzeria bei griffigstem Kalk, sehr angenehmen Temperaturen und wunderbarer Weitsicht über die Jurassische Hügellandschaft austoben. Auf dem Rückweg wurde dann noch das Abseilen repetiert, ehe wir wieder am Ausgangsort angekommen sind.

Herzlichen Dank an Markus für den tollen Tag und die hilfreichen Tipps.

Verfasser: Roman

E-Bike-Tour Rigi (01.06.19)

Leitung: Yvonne Mattmann

Teilnehmende: Beat, Marco, Annelis, Godi

Leider wurde diese Tour (bei bestem Wetter) nur von 4 Teilnehmern absolviert. Beat und Marco erst noch ohne elektrische Unterstützung.

Von der Berner Höhe gings zuerst noch recht human aufwärts nach Fruttli. Nur 2, 3 Lastwagen, welche die ersten Gustis auf die Alpen fuhren störten unsere Route. Via Klösterli, Rigi-Staffel bedahlten wir zum Kulm. Recht steil sind diese ca. 600 H.- Meter. Dem Elektromotörchen sei Dank. Nachdem wir die 200 Gipfel, welche auf der Panoramatafel aufgeführt sind alle zugeteilt hatten, testeten wir erstmals unsere Bremsen bis Rigi Kaltbad und weiter zum Chänzeli. Ausser uns Biker waren auch noch mindestens 1 Chinese und etwa 2 Japaner im ganzen Rigigebiet. Annelis ging nun denselben Weg zurück. Wir 4 nahmen den steilen, gerölligen Weg nach Felsentor und weiter bis fast nach Vitznau hinunter in Angriff. Den Sattel wieder etwas höher gestellt geht’s jetzt aufwärts nach Altruedisegg, wo wir erstmals ein solch ehrenwertes Haus besuchten. Der Schlusspunkt machte die Fahrt nach Seeboden und dann ( etwas zu happig für mich ) der Singletrail nach Arth. Z happig meine ich, weil ich unterwegs nach einer steinigen, steilen Bachkurve ungewollt über den Lenker abgestiegen bin. Doch glücklicherweise ohne grösseren Schaden an Mensch und Maschine.

Mit eher kleineren Unterstützung aus unseren Batterien reichte der Strom gut für die 1650 H.-Meter. Danke im Namen aller Beteiligten an Yvonne. Hat sie diese Tour doch gut vorbereitet und auch zu Ende gebracht.

Godi

Tourenwoche (08.–13. April 2019)

Leitung: Stefi Käppeli und Markus Brechbühl

Organsation: Markus Käppeli

Teinehmende: Rita, Martin, Ruedi, Cony, Markus, Hanspeter, Linard, Kurt, Flavio

Anstelle der Haute-Route sind wir wetterbedingt in die Splügenregion ausgewichen. Doch auch dort hat uns der Nebel gefordert. Stefi Käppeli und Markus Brechbühl haben das Beste aus der Situation gemacht! Auch das vorgesehene Alternativprogramm musste von Tag zu Tag angepasst werden, im Hintergrund hervorragend organisiert von Markus Käppeli.

Montag 08.04. Abends Anreise Donat

Nachdem alle Teilnehmenden eingesammelt und die diversen Verkehrsblockaden um Luzern erfolgreich umfahren waren, starteten wir die Tourenwoche um ca 19:00 Uhr beim gemeinsamen Nachtessen in der «Raststätte Glarnerland». Stefi weihte uns in die diversen Alternativmöglichkeiten ein und weiter gings zur gastfreundlichen Wirte-Familie ins Restaurant Beverin in Donat zum Schlummertrunk.

Dienstag 09.04. Splügen (1500) – Surettahorn (Surettajoch 2849) – Montespluga (1905)

05:00 Frühstück, Abfahrt und realer Start in die Tourenwoche 06:26 bei der Talstation Splügen. Leichter Nieselregen, dann Nebel und leichter Schneefall, trotzdem, wir waren guter Dinge und liefen locker los. 10:00, die Sonne zeigt sich und verbreitet Optimismus, flott gehts im Gebiet der diversen Schwarzhörner Richtung Surettajoch. Dieses erreichten wir gegen 12:00 bei kräftigem Wind. Mittagspause und der Vernunftentscheid: Die Besteigung des Surettahorns ist wegen viel eingeblasenem Schnee nicht möglich.

Die Lichtverhältnisse sind am Gipfelhang herausfordernd, aber den Pizzo Tambo sehen mit klarem Himmel – ein Hoffnungsschimmer! Auch auf unserer Talseite bessert sich die Wetterlage! Die Hänge runter zur Alpe die Suretta entschädigen uns für den windigen Aufstieg. In flotten Schwüngen geniessen wir den frischen Schnee auf der optimal gewählten Abfahrtsroute. Die letzten Hänge sind zwar etwas sehr weich, aber wir schaffen es, heil die Splügenstrasse zu erreichen. Ein kurzer Marsch auf der Strasse und ab 14:00 erfrischen wir uns in der Albergo della Posta Montespluga mit Kaffee, Bier und Torte.

Die Zimmer angenehm, mit Dusche/WC, ein Komfortgewinn gegenüber der vorgesehenen Hüttenromantik auf der Haute-Route! Das wunderbare italienische Abendessen geniessen wir an der fein weiss gedeckten Tafel im traumhaften Embiente. Auch den sensationellen Weinkeller lernen wir bereits am ersten Abend kennen!

Das Wetter jedoch verheisst für den Folgetag nichts Gutes. Mit der Cima de Val Loga aber stellt uns Stefi eine machbare Kurztour in Aussicht!

Mittwoch 10.04. Montespluga (1905) – Bivacco Val Loga (2773) – Cima de Val Loga (3003) – Montespluga

Nach einem tiptop-Frühstück starten wir um 08 :15 zur Tour, der Schneetöffpiste entlang westwärts ins Val Loga. Die Sonne drückt hin und wieder etwas durch, gegen 10:00 erreichten wir das Biv. Cecchini und machen Pause! Nachdem Spina- und Bombagas gefunden und geöffnet sind, offeriert uns Hampi «un vero Espresso Italiana»! Danke Hampi, hat geschmeckt! Leider trübt sich die Sicht, die restlichen 250 Höhenmeter zum Gipfel verlocken nicht! Trotzdem die wilden 7 schaffen auch dies und erreichen den ersten Tourengipfel. Brächi, Cony und Ruedi schonen ihre Knochen und machen sich direkt vom Bivacco auf die Abfahrt. 12:30 stellt sich uns dann beim 1. Apero vor der Albergo die Frage, wie verbringen wir den Nachmittag? Aber bereits eine Stunde später sind auch die 7 wieder bei uns und so ergaben sich ungewohnte Möglichkeiten! 2. Apero - Besichtigung des Wein- und Käsekellers – Mittagsschläfli, 3. Apero! Der Versuch, eine Runde zu Jassen scheitert kläglich an den italienischen Jasskarten die selbst Lieni und Hampi nicht anzuwenden verstehen. Das Abendessen war erneut hervorragend und der Wein ebenso!

Aussicht für den Folgetag: Via Pizzo Tambo zurück nach Splügen und dann Fahrt nach Juf. Marki im Hintergrund organisiert für uns die Unterkunft im Hotel Bergalga in Juf.

Donnerstag 11.04. Montespluga (1905) – (Lattenhorn 2700) – Splügen Berghaus (2032) – Splügen (1500) Verschiebung nach Juf, Bergalga

Es geht früh los! Doch bereits beim Frühstück ist klar, mit dem Pizzo Tambo wird nichts. Der Nebel sitzt tief! Unter dem Splügenpass halten wir gen Westen hin zum Lattenhorn, doch der Nebel wird echt dicht, sodass Steffi, Brächi und Kurt nur mit GPS die Richtung und Schneeball rollend die Hangneigung bestimmen können. Erneut muss Stefi den Gipfelsturm abbrechen. Auf ca. 2700 müM die Spitzkehre anzusetzen und zum Splügenpass abzufahren. Im geeinten Mannschaftsfahren gelingt es uns die Suppe im Blindflug zu durchfahren und um 11:00 erreichen wir glücklich die Nebeluntergrenze am Berghaus Splügen. Im Windschutz geniessen wir das Mittagessen. Wir fahren mit Sicht problemlos die weichen Hänge runter und nutzen später die bereits ausgefräste Passstrasse zur Abfahrt bis zum Parkplatz. Kaffee und Kuchen in Splügen, Fahrt nach Juf, respektive Juppa.

Im Bergalga werden wir freundlich empfangen, essen schweizerisch Znacht und hoffen auf angenehmeres Wetter! Stefi schlägt vor, das Teischhorn zu überschreiten und gegen Pürt abzufahren.

Freitag, 12.04. Bergalga (2037) – Teischhorn Süd (2981) – Bergalga

Wir starten zeitig! Steigen dem Bergalgatal folgend hoch. Doch bald holt uns der Nebel ein, es wird fraglich, ob wir die Ueberschreitung schaffen! Trotz Nebel erreichen wir gegen 10:30 den Südgipfel und rasten und hoffen, dass der Nebel aufreist! Nichts ist! Trotzdem versucht Stefi mit der bewährten «Künstlich-Horizont-Schneeballtechnik» den Verbindungsgrat zum Nordgipfel und der Flanke zur Pürder-Alpa zu begehen, aber Sicherheit geht vor, ohne jegliche Sicht und mit trügerischem, verblasenem Neuschnee bricht sie den Versuch ab, wir fahren sicher durch den Nebel der Aufstiegsspur folgend zurück nach Bergalga. Schnee gut, Sicht miserabel – endgültig kein Fotowetter.

Während die vorsorglich in Pürt parkierten Autos wieder zurückgeholt werden, spazieren wir in Gruppen nach Juf oder zum lokalen «Einkaufscenter» beim Skilift Juppa. Der Käse und die diversen lokalen Spezialitäten sind echt gut!

Im Hotel Bergalga folgt bereits vor dem Nachtessen die Diskussion, Abbruch oder Durchhalten! Der Wetterkoller ist zu Gast, aber wir trotzen ihm, einen Versuch noch wollen wir wagen und bleiben, für Samstag ist gutes Wetter angesagt! Stefi schlägt die Cima di Camutsch als Ziel vor!

Samstag, 13.04. Pürt (1900)– Chlin Hüreli (2797) – 2500 – Cima di Camutsch (2903) - Pürt
Heimreise

Und die Vorhersage trifft ein! Am Morgen erwartet uns stahlblauer Himmel!!! Beflügelt fahren wir mit dem Auto nach Pürt. Die für Freitag vorgesehenen Abfahrtshänge steigen wir hoch! Kurz nach 8 Uhr geht die Sonne am Gegenhang auf und wirft den Schatten der Flüegipfel auf die letzten Nebelschwaden davor – ein grosses Brochägschpänscht! Aber für uns ein Traum – endlich benötigen wir die Sonnenchreme! Wir sind zeitlich gut unterwegs, sodass wir zuerst zum Chlin Hüreli aufzusteigen, Richtung Pürder Alpa abfahren und erst dann zur Cima di Camutsch aufsteigen! Es hat sich gelohnt! So haben wir doch noch Gipfelerlebnisse. Um 13:00 können wir endlich mal ein richtiges Gipfelfoto auf der Cima di Camutsch schiessen. Nach all dem Nebel haben wir dies redlich verdient! Bei super Verhältnissen und Sonnenschein erreichen wir gegen 14:00 die Autos bei Pürt.

Bei Kaffee und Kuchen in Avers nehmen wir Abschied und treten die Heimreise an.

Danke Stefi für die umsichtige Führung, Marki für die Arbeit im Hintergrund, Brächi und Kurt für die Begleitung! Trotz langer Nebelphase, es waren tolle Tourentage, nicht die Haute-Route, diese Herausforderung sparen wir uns auf. …allenfalls bereits für 2020?

Ruedi

Skitour Chli Spannort (Wintertürmli) (31.3.19)

Leitung: Michael Vlasec, Jonas Käppeli

Teilnehmer*innen: Dölf, Kurt, Fabienne, Yvonne, Seraina, Jolanda, Tino, Kathrin, Nadia

Trotz Zeitverschiebung schaffen es alle Tourenteilnehmenden um 6 Uhr rechtzeitig zum Treffpunkt Besucherpaktplatz Eichhof. Die Autofahrt führt uns ins Maiental, in dem wir soweit wie es geht die Passstrasse hochfahren. Das Wetter ist viel versprechend und wir starten auf rund 1500 Meter erwartungsvoll unsere Tour. Gemütlich verläuft die Route zuerst entlang der Passstrasse und weiter in das Tal der Chlialp. Am Ende des Tals wird im Rotgand die Route steiler und mit Harscheisen unter den Skis werden unsere Spitzkehrfähigkeiten in Probe gestellt.

Nach dieser Schlüsselstelle geht es wieder flacher weiter zum Juzfad und anschliessend nochmals steiler Richtung Rossfirn hoch. Kurz unter dem Gipfel deponieren wir unsere Skis und Rucksäcke und kraxeln die letzten Meter zu Fuss hoch. Zum Glück haben unsere Tourenleiter ein Seil dabei, welches uns den Auf- aber vor allem den Abstieg zum Gipfel stark vereinfacht. Nach rund 4.5 Stunden Aufstieg geniessen wir auf dem Gipfel (3140) das wunderbare Panorama und machen ein lustiges Gipfelselfie. Stolz, dass wir allesamt das Ziel erreicht haben, machen wir uns zuerst hinab zum Skidepot und schliesslich auf den ersten kurzen Teil der Abfahrt. Der Schnee ist noch zu hart und deshalb entscheiden wir uns eine Pause einzulegen. Auf einem grossen Stein machen wir es uns gemütlich, picknicken, geniessen die Sonne und warten bis der Schnee etwas weicher wird. Schliesslich machen wir uns im perfekten Sulz auf die Abfahrt. Die Verhältnisse sind hervorragend und wir fahren mit viel Freude die wunderbaren Hänge runter. Wie immer sind wir leider viel zu schnell wieder zurück beim Auto.

Zum Schluss geniessen wir im wunderschönen Frühlingswetter das kühle Bier in der "Bäsebeiz". Die Wirtinnen verwöhnen uns mit Snacks und Kuchen und wir blicken auf eine super tolle Tour zurück. Die Verhältnisse waren Spitzenklasse wie auch unsere beiden Tourenleiter Michi und Jonas. Ein herzliches Dankschön an euch beide!

Nadia

Skitour Eggenmandli (23.03.19)

Leitung: Hanspeter Käppeli

Teilnehmer*innen: Ruedi, Claudia, Markus, Linard, Kathrin, Yvonne, Bernadett, Fabienne, Roman, Stefan, Fredy

Am frühen Morgen des 23. März 2019 trafen sich bei perfekten Wetterverhältnissen vorerst zehn von zwölf topmotivierten Skifreunde des ACK mit dem gemeinsamen Ziel, das Eggenmandli zu erklimmen.

Mit dem Auto gings nach Attinghausen, wo wir - nur mangels Schnee selbstverständlich - mit dem Bähnli die ersten Höhenmeter Richtung Brüsti zurücklegten. Dort angekommen, wurde die Ausrüstung montiert und die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Jedoch fehlten nach wie vor zwei der Angemeldeten... Aufgrund des warmen und sonnigen Wetters legten wir dennoch los, um rechtzeitig den Gipfel zu erreichen, welchen wir über die Gratschulter unter dem Brunnistock via Surenenpass anzielten.

Nach gut einer Stunde wurden wir von zwei rassigen Sportlern auf Latten eingeholt, welche sich zur grossen Freude als die beiden Fehlenden herausstellten. Nun komplett, nahm das Team die weiteren Höhenmeter in Angriff, welche aufgrund der stetig zunehmenden Hitze umso schweisstreibender waren. Auf dem Gipfel angekommen, gab es eine wohlverdiente Mittagspause, bevor die Abfahrt folgte.

Die ersten Abschnitte waren tiefer Pulver, der, je nach Fähigkeiten, den einen eine immense Freude und den andern eine grosse Herausforderung bescherte. Nach dem beinahe nahtlosen Übergang in schöne Sulzverhältnisse legten wir die letzten Meter wiederum auf den Fellen zurück und gönnten uns, zurück auf dem Brüsti, bei frühlingshaften Verhältnissen ein nachgeholtes Gipfelbier.

Besten Dank für die - wie immer - Top Organisation und den schönen Ausflug!

Fabienne

Pizzo Tambo/Piz Beverin (09./10.03.19)



Leitung: Dölf Käppeli

Teilnehmer*in: Rita, René, Stess, Ruedi, Yvonne, Patrice, Kurt, Martin

Auch wenn das Hauptziel, der Pizzo Tambo, wegen erheblicher Lawinengefahr nicht erreicht wurde, erlebte eine zufriedene Gruppe dennoch zwei schöne Tourentage.

Als wir am Samstagmorgen von Kriens losfuhren, begann es zu regnen und und erst gegen Osten sahen wir die ersten Löcher im bedeckten Himmel. Nach eineinviertel Stunden Autofahrt erreichten wir Mathon im Val Schons und waren froh, uns endlich bewegen zu können. Wir stiegen zur Maiensäss Mursenas (1987) und bei Sonnenschein weiter zum Pintg Beverin (2587) auf. Damit war das Tagesziel, der Piz Beverin, in die Nähe gerückt. Über die kurze Leiter überwanden wir die Lücke zum Punkt 2769 und stiegen bei zunehmendem Wind dem Gipfelplateau entgegen. Nach knapp vier Stunden standen wir oben beim mächtigen Steinmann des Beverin auf 2998 Metern. Gegen Norden und Westen präsentierten sich die verschneiten Gipfel des Safientals. Nur gegen Süden beschränkte eine Wolkenbank das Panorama. Doch die Sicht blieb gut und schliesslich konnten wir durch die Lücke vom Punkt 2769 ostwärts durch feinen Pulverschnee rund 500 Meter zur Alp digl Obrist abfahren. Steile wechselten mit sanft geneigten und teilweise unverspurten Hängen. Es war ein sorgloses und frohes Fahren auf der sahneweichen Unterlage bis nach Mursenas, wo wir unseren Lunch verspeisten.

Der Gasthof Bavregn in Donat – geführt von der Familie Michael – bot uns nicht bloss Unterkunft. Die Wirtsleute verwöhnten uns in der heimeligen Gaststube mit einem sehr reichhaltigen und feinen Znacht.

Der Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen versprach keine Highlights. Stürmischer Wind war prognostiziert, so dass wir auch an diesem Tag auf die Besteigung des Pizzo Tambo verzichten mussten. Dafür fassten wir einen Gipfel mit einem ebenso exotischen Namen, den Piz Tarantschun ins Auge. Erst aber widmeten wir uns einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir nach Wergenstein losfuhren. Ausgangspunkt war der Punkt 1505 und gemächlichen Schritts erreichten wir die Alp Tumpriv (2190). Das Wetter verschlechterte sich zusehends und deshalb fuhren wir bereits ab diesem Punkt wieder ab. Anfänglich war der Schnee ganz gut, aber unterhalb von etwa 1800 Metern war er so faul, als ob wir durch Leim fahren würden. Wir waren froh, die Fahrstrasse nach Wergenstein zu erreichen.

Inzwischen hatten sich sogar die Wolken wieder verzogen und wir feierten auf der Terrasse des Restaurants Capricorn die abwechslungsreiche und unfallfreie Tour, die Dölf für uns organisiert hatte. Herzlichen Dank auch den Fahrern, René und Kurt, die uns von Kriens ins Bündnerland und wieder sicher nach Hause chauffierten.

Martin Eberli

Skitour Blüemberg (23.02.19)



Leitung: Flavio Zihlmann

Teilnehmer*in: Claudia, Claudia, Ruedi, Ruedi, Linard, Yvonne

Zu siebt treffen wir uns auf dem Parkplatz Andritz-Hydro in Kriens, fahren mit zwei Autos zur Talstation der Reimenstaldenbahn und parken etwas oberhalb. Das Anstehen an der Bahn ersparen wir uns und laufen direkt ab dem Parkplatz dem Bach entlang los. Es soll sonnig und warm werden. Ungewohnt für diese Jahreszeit. Doch der Aufstieg liegt im Schatten. Kurz nach dem Start, kämpfen wir uns schon durchs Unterholz und stehen dann vor einem schmalen und steilen Aufschwung. Skier ausziehen und hochtragen ist angesagt. Grad gut für mich zum üben, denke ich. Ich schnalle den Rucksack ab, die Skis drauf und kann mich so, aufgestützt auf beide Skistöcke, den Hang hochkämpfen. Das hat prima geklappt. Schon kurze Zeit später geht’s über eine locker bewaldete etwas steile Schneise empor. Wir nehmen die Harscheisen aus dem Rucksack, montieren sie und suchen uns eine ideale Linie durch die Büsche. Die Harscheisen geben mir ein sicheres Gefühl. Kein seitliches Abrutschen und kein nach hinten rutschen. Ich bin echt begeistert, denn meine Harscheisen kommen heute zum ersten Mal zum Einsatz.

Nach dem steilen Gelände kreuzen wir die Spuren, die von der Lidernenhütte her kommen. In einem gemütlichen Schritt laufen wir Richtung Kessel zwischen Blüemberg und Chronenstock. Der Wind pfeifft uns um die Ohren und bläst den Schnee über unsere Skis. Unter dem Chronenstock laufen wir mit einem Sicherheitsabstand, immerhin könnte sich eine Lawine von diesem Hang lösen. Es hat schon länger nicht mehr geschneit, die Spur ist hart und der Wind bläst den Schnee lose darüber. Ich bin froh um meine Harscheisen. Noch selten bin ich so entspannt bei solchen Verhältnissen gelaufen. Nach vielen Spitzkehren gelangen wir zum Sattel P 2348. Unter den Felsen deponieren wir unsere Skis und Stöcke und kraxeln die restlichen Höhenmeter zu Fuss hoch. Die Tritte sind vereist, doch zum Glück, gibt’s weiter oben ein Fixseil (Kette), an dem wir uns festhalten können. Die Schlüsselstelle überwunden, stehen wir auf dem Blüemberg 2405m. Eine phantastische Rundumsicht, sonniges Wetter und glückliche Gesichter. Es werden ein paar Gipfelfotos geschossen und dann kehren wir zu Ruedi zurück, der unsere Skis beim Skidepot bewacht. Die vereisten Tritte bei der Schlüsselstelle sind etwas kniffliger runterzusteigen als hochzusteigen, weshalb ich mich entschliesse, diese Passage rückwärts zu gehen.


Nach dem Verzehr der mitgebrachten Sandwiches geht’s auf die Abfahrt. Locker und mit viel Spass fahren wir die wunderschönen Hänge runter. Mal auf diesem Hügelzug, mal auf dem anderen und schon sind wir zurück beim Auto. Eine super tolle Tour. Vielen herzlichen Dank an Flavio für die Organisation. Es hat super Spass gemacht. Die Gruppe war top.

Yvonne

Skitour Schibengütsch (2037m) (17.02.19)



Leitung: Andrea Huwyler

Teilnehmer*in: Iris, Ruedi, Peter, Rita, Walter, Sonja


Mit zwei Autos fahren wir frühmorgens von Kriens los und parkieren auf dem noch leeren Parkplatz des Wagliseichnubel. Das Wetter und die Schneelandschaft sind ein Traum und wir schnallen unsere Skier an und starten die Tour erwartungsvoll. Den Aufstieg zum Geländerücken von Wisstanne war für mich noch neu und deshalb besonders reizvoll. Ein prächtiger und gemütlicher Aufstieg führte uns über die Alp Ober Imbärgli auf den Gipfel des Schibengütsch. Nach der wohlverdienten Rast kurvten wir den ersten Hang runter und stiegen anschliessend nochmals zum östlicheren Gipfel der Schrattenfluh auf. Nach dem obligaten Röteli freuten wir uns alle auf die Abfahrt. Andrea hatte uns nicht zuviel versprochen, die Abfahrt durch das Tälchen war auch ohne reinen Pulverschnee ein Gedicht. Beim Zwischenstopp auf der Alp Schlund konnten wir unseren Durst löschen und auf die gelungene Tour anstossen.

Es war ein wunderschöner Skitourentag. Liebe Andrea wir danken dir für die tolle Tour und deine fürsorgliche Leitung.

Sonja

Ski-und Schneeschuhtour Buochserhorn (13.02.19)



Leitung: Vige Kaufmann

Teilnehmer*in: Lys, Annelies, Ruth, Peter, Godi, Michi

Vige muss einen guten Draht zu Petrus oder die Muothathaler Wetterschmöcker haben. Eine Skitour mit Start auf 850 Meter, lange voraus ansagen, ist immer ein Wagnis. Bei schönstem Wetter starteten wir die Tour auf dem Parkplatz etwas oberhalb von Schwanden, vielen bekannt als "Sender". Die ersten 10 Minuten war Ski tragen auf der Strasse angesagt. Schon bogen wir links ab und konnten auf einer geschlossenen Schneedecke entlang des Wanderweges bis Müllerboden aufsteigen. Das Arhölzli liessen wir links liegen. Auf der tief eingeschneiten Alp Unterochsenweid machten wir eine Pause. Vorbei an Ober Ochsenweid erreichten wir den Gipfel des Buochserhorn auf 1806 Meter zur Mittagszeit. Noch ein paar Schneeschuhläufer genossen mit uns die faszinierenden Tief- und Rundblicke. Vor der Abfahrt brachte uns ein ehemaliges Mitglied der Wiesenberger Jodler ein Ständchen dar. Die Schneeverhältnisse waren ausgesprochen gut. Entlang der Aufstiegsroute genossen wir den Neuschnee auf tragender Unterlage. Eine ausgiebige Mittagsrast gönnten wir uns auf der Alp Untermüllerboden bei frühlingshaften Temperaturen zusammen mit Annelies. Sie war in der Zwischenzeit auf den Schneeschuhen untwerwegs. Der Durst hat uns schlussendlich zum Aufbruch bewegt. Noch ein paar schöne Schwünge und schon waren wir wieder bei den Autos. Den gemeinsamen Trunk genehmigten wir im Restaurant Schlüssel in Büren.

Alle Teilnehmenden haben das Buochershorn mit Ski auf dieser Variante zum ersten Mal bestiegen! Wir danken dir Vige für diese super Idee und den wunderbaren Tag, den wir alle zusammen erleben durften.

Ruth

Freeride-Tag Jungfrau Region (09.02.2019)

Tourenleiter: Roger Fischer, Jonas Käppeli (Co-Guide)

Teilnehmer*in: Michael, Patrice, Hanspi, Dölf, Chris, Martin, Frank, Lieni, Stefan, Fredy, Yvonne

Im Restaurant, zuoberst im First-Gebiet, treffen wir uns zu einem gemütlichen Get-together bei Kaffee und Gipfeli. Die Autos sind von Roger gut zusammengestellt worden und so können die vier Gruppen individuell anreisen. 14 Personen haben sich angemeldet und damit Roger niemandem absagen musste, springt Jonas als Co-Guide ein, damit wir in zwei Gruppen fahren können. Es hat sich herumgesprochen, dass die Touren mit Roger, unserem Freerideguide, einfach legendär sind. Er kennt das Gebiet wie seine Westentasche und sollten die Hänge auch noch so verfahren sein, er findet immer einen unverfahrenen Hang oder ein jungfräuliches Couloir. Vom gemütlichen Get-together in der Beiz darf man sich nicht beirren lassen, danach wird gefahren, gerockt, gekraxelt und gejauchst. Erst will der Wind uns einen Strich durch die Rechnung machen, denn der oberste Sessellift bleibt wegen zu starkem Wind geschlossen. Doch nach zwei alternativen Routen, können wir uns aufs Oberjoch transportieren lassen.

Von den Schneeverhältnissen her, kommen wir in den Genuss von allem. Powder, Wind-verblasen, Deckel, gepresst, sogar einen Lawinenkegel müssen wir durchqueren. Doch diese Durchquerung dauert, und weil wir vorher bei der Gondel enorm lang anstehen mussten, passiert das, womit wir nicht gerechnet haben. Wir verpassen den Zug beim Wechseln des Gebiets von First nach Kleine Scheidegg um drei Minuten. Wer Roger kennt, weiss, dass es quasi immer reicht und dass das stärkende mitgebrachte Sandwich entweder in einer Gondel oder im Zügli gegessen wird, denn wir wollen ja keine Zeit vergeuden, bei diesem Prachtswetter. Doch dieses Mal essen wir unseren Lunch am Bahnhof beim Warten auf den nächsten Zug.

Neues Gebiet, frisch gestärkt, voller Energie; und weiter geht’s. Welche Hänge und welche Couloirs wir gefahren sind, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen. Die Routen sind jedoch alle in Rogers Freerideguide nachzulesen (www.freerideguide.ch). Doch das grossen Tschuggencouloir, das bleibt mir besonders in Erinnerung. Es ist nur zu fahren, wenn man die Skis eine Viertelstunde auf einen Peak hoch buckelt. Die Strapazen sind es aber allemal wert. Wow, war das genial! Von unten betrachtet würde man nie denken, dass wir dort runtergefahren sind. Hangneigung ca. 40°, und an der schmalsten Stelle gerade mal eine Skibreite eng.

Wer mag konnte mit Roger noch den letzten Sessellift zum Eigergletscher nehmen und nochmals einen kurzen Aufstieg meistern, um zum Abschluss einen souveränen Neuschnee-Hang zu fahren (White Hare, ein Klassiker). Im Tal angekommen geniesst die ganze Truppe bei einem breiten Grinsen einen wohlverdienten Drink.

Roger und Jonas. Herzlichen Dank fürs Guiden. Ihr wart top. Vielen Dank für den absolut genialen Tag.

Yvonne

Der ACK am Wagenbau und am Fasnachtsumzug

Der Alpenclub Kriens, ein Gründungsmitglied der Gallizunft, engagiert sich seit Jahrzehnten aktiv im Bereich des Krienser Brauchtums. Bereits im Herbst wird im Rahmen einer Sitzung das Sujet für den kommenden Fasnachtsumzug festgelegt. Jedes Jahr setzt eine engagierte Wagenbau-Gruppe von aktuell 9 Personen die Idee in einem Fasnachtswagen um. Während 260 Stunden Frondienst wird während 4 Wochen ausgemessen, gesägt, geschraubt und gemalt. Nach getaner Arbeit wird jeweils zusammen gesessen und die staubigen Lungen gespült bzw. der Durst gelöscht. Kurz vor dem Ende der Bauzeit nutzen die ACK-Fasnächtler jeweils die Gelegenheit, den eigenen Wagen in der Gallihalle zu besichtigen. Dort werden letzte Absprachen zur Umsetzung des Sujet getätigt. Wichtige Informationen für die Teilnahme am Umzug werden ausgetauscht.

Am Güdisdienstag, dem grossen Umzugstag, erhält die Wagenbaugruppe Verstärkung. Gegen 30 Mitglieder aus der ACK-Familie nehmen jeweils aktiv am Umzug teil. Mottogerecht verkleidet und eine traditionelle Krienser Holzmaske tragend wird intrigiert und das Publikum unterhalten. Ein schöner Wagen ist das eine, eine aktive lebendige Mannschaft ist das andere. In den letzten Jahren durften wir schöne Erfolge feiern. Die Umsetzung der meist lokalen Sujets wurden vom Publikum immer geschätzt. Die Prämierung der einzelnen Nummern ist jedes Jahr eine Publikumswahl. Im 2019 besuchten 27‘000 ZuschauerInnen bei strahlendem Sonnenschein den Krienser Umzug und bestaunten die 32 gezeigten Nummern. Dieses Jahr haben wir dem Sujet „Viehschau i de Stadt Chriens“ den Wettbewerb mit Abstand gewonnen, was das gesamte Team ausserordentlich freute. BRAVO!

Auszug aus der Rangliste 2019:
1.Rang mit 475 Punkten Alpenclub Kriens mit dem Sujet „Viehschau i de Stadt Chriens“
2.Rang mit 364 Punkten QV Kuonimatt mit dem Sujet „Bahnhof Kriens Mattenhof 2.0“
2.Rang mit 364 Punkten QV Obernau mit dem Sujet „Ech be de René Obernauer on säge nüd“
4.Rang mit 332 Punkten QV Spitzmatt mit dem Sujet „De Cyrill zöglets Gmeindhus met em Velo“
5.Rang mit 294 Punkten Chnuschtis mit dem Sujet „100 Jahre Zirkus Knie“

Ein grosses Dankeschön geht an alle, welche jedes Jahr zum guten Gelingen beitragen. Sobald das Sujet feststeht, wird ein passender Spruch für das Umzugsprogramm gedichtet. In der Gallihalle dürfen wir bauen, wobei nahezu sämtliches Material von der Zunft bereitgestellt wird. Das zur Verfügung gestellte Zugfahrzeug wird jeweils sicher und umsichtig gelenkt. Die Bau-Equipe bastelt hochmotiviert und das Fussvolk sorgt am Umzug für Betrieb. Der ACK unterstützt die Wagenbau-Gruppe, dafür sind wir sehr dankbar.
Der gesamte Aufwand wird für 2 Stunden Umzug geleistet. Am Samstag nach dem Umzug wird der Wagen jedes Jahr bis auf die letzte Schraube zurückgebaut. Nächstes Jahr beginnt die Umsetzung einer neuen Idee. Das macht Spass.

Dani Meier

Schneeschuhtour ins Hintermülimoos (18.01.19)

Leitung: Kurt Weingand

Teilnehmer: Dölf, Peter, Heinz, Yvonne, Romy, Markus, Godi, Annelies, Claire

Hüttenwarte: Sonja und Peter

Gegen 17.30 Uhr schnallten wir uns beim Holzplatz die Schneeschuhe an. Da es nur noch drei Tage bis zur Vollmondnacht dauerte, erübrigte es sich die Stirnlampe in Betrieb zu setzen. Vor dem Abmarsch verteilte Kurt an die Teilnehmenden noch mitgebrachte Esswaren und Wein, die für ein Fondue nicht fehlen durften.

Wir marschierten los über Bruedersrüti. Bis nach dem Grünenwald kamen wir recht zügig voran. Nach einer kurzen Pause beim Stächimoos begann das Schneestapfen. Die routinierten Berggänger schufen für uns, die etwas Schwächeren, eine super Spur. Nach gut eineinhalb Stunden erreichten alle „unser“ gemütliches Hintermülimoos.

Als wir die warme Hütte betraten wurden wir von Sonja und Peter herzlich begrüsst. Der Tisch war schon hübsch gedeckt und die Ersten unserer Gruppe waren fleissig am Brot schneiden. Schon bald dampfte das frisch zubereitete Fondue aus den Caquelons. Mit grossem Appetit und Freude über das gemütliche Beisammensein begannen wir zu geniessen. Es schmeckte herrlich, denn das Fondue war gut gelungen. Als Überraschung haben Sonja und Peter noch eine feine gebrannte Crème zubereitet. Zum Abschluss „no es feins Kaffi“ und danach hiess es wieder Schneeschuhe montieren.

Als wir vor die Hütte traten, präsentierte sich der fast volle Mond mit einem noch nie gesehenen grossen Ring – einfach unbeschreiblich schön. Dank dem Mondlicht konnten wir, ohne Lampen in den herrlichen frisch verschneiten Hängen unsere eigenen Spuren nach unten ziehen.

Im Namen aller Teilnehmenden danke ich Kurt für die gute Idee zu diese Tour, Sonja und Peter für ihre Gastfreundschaft und Annelies und Godi für ihre Mithilfe in der Hütte.

Claire Ulmi

Laucherenstöckli Pt 1749 (16.01.19)



Leitung: René Fischer

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Michael; Lys, Ruedi, Isabelle, Godi, Ruth, Gerid

Da es ein Wochentag war stand uns der Treffpunkt, resp. Parkplatz bei Andritz Hydro nicht zur Verfügung. Wir starteten also beim Schwimmbad und kurvten dann nach Illgau. Obwohl dies nur auf gut 800 Meter liegt, fanden wir hier bereits ca. 70 cm Schnee vor. Mit dem Bähnli schwebten wir auf Oberberg, 1150 m. Nebst der Sonne begrüsste uns hier auch eine wunderschöne, tief verschneite Winterlandschaft.

Auf Sternegg, 1497 m, genehmigten wir etwas Flüssiges und weiter gings zum Gipfel, 1753 m. Die Feststellung, dass es immer mehr fite, penionierte Tourengänger gibt, bestätigte sich spätestens hier, waren doch schon über 30 Personen anwesend. Nebst dieser Anhäufung von Leuten war auch eine leichte Brise im Spiel, welche uns dazu bewog, bei einem "Superpulver" bis Oberchruthüttli, 1600 m, abzufahren. Dies war auch der richtige Ort, um etwas Hartes und auch Flüssiges zu sich zu nehmen. Auch die restlichen Höhenmeter waren im bestem Kurvenzustand, aber in den engen Waldpartien bereits ziemlich verkarrt.

Natürlich durfte der letzte Einkehrschwung ins Sigristenhaus nicht fehlen, hatten wir hier doch schon einige gute Erinnerungen aus früheren Touren erlebt. Dank an Rène für die angenehme Führung im Namen aller Beteiligten.

Godi

Hochtour Diechterhorn (27.-29.07.18)

Leitung: Wendel alias Hill Zemp
Teilnehmende: Dani, Bäni, Holzwurm Roli, Emanuel, Stefan, Martin, Stefan und Florian, Marco, Aline, David und Samuel

Tag 1:
Um 7.45 Uhr trafen wir uns alle am Bahnhof Luzern, um den gemeinsamen Weg nach Meiringen, Kunzetännli am Grimselpass anzutreten. Für mich war es die erste Hochtour überhaupt. In einem Berufsschulprojekt hab ich mir das zum Ziel gesetzt. Entsprechend war ich hoch gespannt und voller Tatendrang. Auch für die Gspänli vom SCS, Marco, Stefan und Flöru sowie zwei Buben von Hill, Samuel und David, war es die erste richtige Hochtour. Einfach cool.

Bei schönstem Wetter starteten wir den Anstieg zur Gelmerhütte als erstes Etappenziel. Am schön türkis gefärbten Gelmersee, welcher wir nach ca. 1.5h. erreichten, gab es eine kurze Mittagspause. Wir stärkten uns mit Energieriegel, Fleisch, Schokolade oder das was unser Herz begehrte. Weiter dem Felspfad ob dem See folgend, dauerte der weitere Aufstieg nochmal ca. 2h. Ich liess mich sehr von der schönen Natur verzaubern.

Aline geniesst die faszinierende Bergwelt zur Gelmerhütte, ihrer ersten Hochtour

In der Hütte angekommen genossen wir bei wunderschöner Aussicht, den von den Hüttenwartinnen offerierten Willkommenstee. Da es erst um 18.30 Uhr Nachtessen gab, stärkten sich die einen mit einer Suppe oder sonstigen Leckereien die es in der Hütte gab. Die einen genossen nun den schönen Nachmittag, während die anderen noch nicht genug hatten, sondern im 1h höher gelegenen See zwischen den Eisschollen ein Bad wagten.

Sprung von der Firnscholle ins eisige Wasser des Ofehornsee von Florian Zurkirchen.

Tag 2:
Schon um 4.15 Uhr ging der Wecker los. Wir stärkten uns mit einem riesen Morgenessen, um auch fit zu sein.

Vor dem Abmarsch zogen wir das Gstältli und den Helm an. Wir liefen im Dunkeln los und marschierten etwa eine Stunde bis es morgendämmerte. Wir überquerten Schneefelder, kletterten über einige Felsblöcke bis hoch zum Gletschereinstieg. Dort zogen wir unsere Steigeisen an und seilten uns in je drei Seilschaften an je 4-5 Personen an. Die deutsche Konkurrenz, die 30 min früher startete, haben wir dank besseren Ortskenntnissen nun schon überholt.

Der morgendliche Aufstieg über den Diechtergletscher. Die Gelmerhörner versinken vor den Berner Alpen.

Über den Diechtergletscher erreichten wir den Diechterlimi Grat. Vom Grat aus war der Gipfel schon zu sehen. Nach einer halben Stunde gelangten wir zum Gipfelgrat.
Über den kurzen Grat auf dem Gipfel angelangt schlug das Wetter rasch um. So blöd, nach zwei Wochen schönem Wetter kam genau jetzt eine Front. Es donnerte in der Nähe und fing sogar an zu schneien.
Nach einem verkürzten Gipfelaufenthalt machten wir uns sofort an den Abstieg. Dichter Nebel zog über uns. Die Orientierung gestaltete sich dadurch ein bisschen schwieriger. Jedoch wechselte das Wetter schon bald wieder und gab die Sicht frei. Imposante Gletscherabbrüche waren unterwegs immer wieder zu sehen. Über den Triftgletscher gelangten wir zur Trifthütte in der wir übernachteten. In der Trifthütte angekommen gab es wieder einen Willkommenstee, danach richteten wir uns im Massenlager ein für ein Nickerchen. Das Wetter war noch unverändert. Es nieselte leicht. Natürlich musste auch auf den Erfolg noch tüchtig angestossen werden. Nachdem Nachtessen genossen wir das schöne Wetter, welches uns doch wieder fand. Wir klangen den Abend mit gemütlichem Beisammensein aus.

Tag 3:
Bei schönstem Wetter brachen wir von der Trifthütte auf. 1200m Abstieg standen uns bevor. Unterwegs genossen wir den schönen Anblick unserer Natur. So viele Eindrücke, die ich erleben durfte, wurden noch mit der Überquerung der Triftbrücke ergänzt. Der Abstieg dauerte gesamthaft ca. 4.5h. Erschöpft aber voller Stolz, stiegen wir in die Triftbahn ein. Danach ging es via Meiringen zurück nach Hause.

David mit Schalk im Abstieg von der Trifthütte. Hinten der Abbruch des Triftgletschers und weit oben das Diechterhorn.

Aline Huber

Klettertour Pfriendler, Steingletscher (01.08.18)



Leitung: Kurt Weingand

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Bernadett, Martin, Roman, Fabienne

Um der Sommerhitze am 1. August zu entfliehen, zog es uns auf den Sustenpass, wo wir uns am Pfriendler-Fels klettertechnisch austoben konnten. Die mit 5b+ bewertete Route „Via Fritz“ bot beste Plaisir-Kletterei. Der griffige Fels sowie spannende Kletter-Elemente wie beispielsweise ein schmaler Kamindurchgang machten uns grosse Freude und boten auch eine gewisse Herausforderung. Auf dem Gipfel genossen wir das herrliche Panorama rund um den Steingletscher, dies bei prächtigem Sommerwetter. Mit dem Abseilen am Doppelseil beendeten wir unsere tolle Route ohne mühsamen Abstieg und genossen am Ende unsere Verpflegung, bevor wir uns ein wohlverdientes Bier bzw. einen sauren Most gönnten und uns anschliessend auf den Heimweg machten.

Herzlichen Dank an Kurt, Bernadette und Martin, welche uns stets mental und fachmännisch unterstützten und sich immer geduldig zeigten.

Fabienne

Lawinenkurs auf dem Stoos (15.12.2018)

Kursleiter: Markus Käppeli

Teilnehmer: Jürg, Agapi, Ueli, Martin, Peter, Sonja, Flavio, Toni, Jacqueline, Martin K., Yvonne, Dölf, Patrice, Thomas und Davor

Der erste Kontakt mit der neuen Stoosbahn war das Parkhaus. Für Skitüreler ist es auch nicht alltäglich, das Auto so zu parkieren! Mit der steilsten Standseilbahn der Welt ging es dann schnell auf den Stoos, wo nach einem Kaffee gleich die einstündige Theorie / Repetition begann.

In seinem ersten Satz hat Markus die bekannten und die neuen Gesichter am Lawinenkurs begrüsst und betont, dass eine jährliche Repetition der Lawinengrundsätze sowie des Einsatzes des LVS eine sehr gut investierte Zeit sei. Wir fühlten uns bestätigt…

Die Lawinengefahrenskala wurde an die übrigen Alpenländer angeglichen, sodass die Gefahr GROSS nun als „Sehr kritische Lawinensituation“ bezeichnet und nach neuen Kriterien definiert ist. Wir werden feststellen, dass wir künftig im Law Bulletin häufiger GROSSE Law Gefahr sehen werden, auch wenn sich gegenüber früher im Gelände nichts geändert hat.

Am Anfang jeder Tourenplanung steht das Studium des Lawinenbulletins. Die angegebene Lawinengefahr gilt für die schwarz markierten Exposition und Höhe; unterhalb der angegebenen Höhe darf in der Planung die Gefahrenstufe um ein Niveau gesenkt werden.

Viel Zeit hat Markus in die Grafische Reduktionsmethode investiert, welche das Risiko in Abhängigkeit der Gefahrenstufen und der Hangneigung zeigt. Wir lernten, dass sich bei GERINGER und MÄSSIGER Lawinengefahr die Risikobeurteilung auf den Bereich der Spur beschränken darf; bei ERHEBLICHER Gefahr (spontane Auslösung möglich!) muss jedoch der ganze Hang oberhalb der Spur mitbeurteilt werden.

Genug der Theorie! In der Zwischenzeit sind die ersten Sonnenstrahlen auf dem Stoos eingetroffen und wir machen uns auf den Weg zum Huser Stock. Unterwegs hat Markus immer wieder angehalten und uns zur praktischen Lawinenbeurteilung aufgefordert. Wie steil ist das Gelände hier? Wie bestimmt man die Neigung? Können wir bei MÄSSIGER Lawinengefahr hier weitergehen? Und wie wäre es bei ERHEBLICHER Lawinengefahr? Kurzweilig, sehr interessant und lehrreich waren diese Einschübe in die Aufstiegsarbeit. Weiter oben gab uns Markus noch Hinweise für eine optimale Spuranlage – und schon standen wir auf dem Huser Stock 1904m. Handschlag und Gratulation, Tee und Sandwich, begleitet von wolkenlosem Himmel über dem Nebel! Markus schmückte das famose Panorama mit der Benennung jedes Gipfels in der Umgebung, ganz in bester Grossvater Schär-Art von Tinu Heiniger – dies war ein eindrückliches Erlebnis!

Die Abfahrt in bestem Pulverschnee wurde lediglich durch frohe Juchzer und durch die praktische LVS-Suche unterbrochen. Ohne Drei-Antennen-Gerät geht heute nichts mehr. Diese sind schnell, präzise und erlauben die Arbeit nach Airport-Approach: ein bildhafter Vergleich, der uns in Erinnerung bleiben wird, sollten wir einmal das LVS im Notfall einsetzen müssen.

Wir haben unser Lawinenkenntnisse aufgefrischt und eine schöne Tour gemacht! Dir, lieber Marki, ein herzlicher Dank für deine sorgfältige Vorbereitung sowie die interessante Durchführung dieser Ausbildung! Gerne wieder in einem Jahr!

Davor

Hüttenweekend Hintermülimoos (10./11.11.18)



Leitung: Silvia und Bruno Wechsler

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: David, Andreas, Philipp, Manuel, Luca


Am 10. und 11. November 2018 haben bei wunderschönem Wetter 5 Jungs das Hintermühlimoos unsicher gemacht. Neben grotzlen, chnöblen und jassen haben wir die Zeit um und in der Hütte genossen. Das Highlight war das riesige Feuer, das wir mit den abgehauenen Grotzlis gemacht haben. Obwohl der Koch auf Reisen war und die Vogelfallen leer blieben, haben wir trotzdem fein gegessen. Danke an das Leiterteam Bruno, Silvia und Ursula für das tolle Wochenende.

David, Andreas und Philipp

Bregenzerwald (12.–14.01.2018)

Leitung : Josef Gantner

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Alain Bazelli, Rita Bazelli, Sonja Durrer, Martin Eberli, Ruedi Falleger, Ruedi Hauser, René Huber, Sibylle Huber, Andrea Huwyler, Peter Kurer, Vreni Lötscher, Iris Röösli, Ruth Stierli.

In einem hochwinterlichen Streifzug durch den Bregenzerwald zeigte uns Josef Gantner unbekannte Gipfel und sanfte Abfahrten auf wenig begangenen Routen ein paar Autostunden von hier. Während bei uns in der Zentralschweiz Föhn, Regen und das Sturmtief Burglind den Schnee weitgehend weggefressen hatten, trafen wir im österreichischen Bregenzertal auf 800 Metern über Meer bereits auf eine kompakte und tragende Schneedecke. So führte uns Sepp zur ersten Tour am Freitag gegen Mittag gleich vom Parkplatz des Hotels weg hinauf zur Brendler Lug (1767 m). Unten war Nebel, doch als wir bei 1500 Metern aus dem Wald kamen, blendete uns die Sonne und weichte den Schnee auf der Kuppe auf. Eine kurzer müheloser Aufstieg auf das Annalper Joch (1997 m) lohnte sich: Von dort trugen uns die paar Zentimeter des frischen Pulverschnees zurück auf die Waldstrasse und wieder hinunter zum Hotel Adler in Au. Für Wellness Begeisterte waren jetzt Sauna und Dampfbad angesagt. Doch die Küchenbrigade des Adlers hatte auch ein vorzügliches und reichhaltiges Nachtessen vorbereitet.

Für den zweiten Tourentag schlug uns Sepp den Aufstieg zum Steinmandl (1982 m) vor. Eine schier unendliche Waldstrasse führte uns vom Nachbardorf Schoppernau endlich auf den sonnigen Südhang und schliesslich auf den Gipfel des Steinmandls. Nach einer kurzen Abfahrt im Sulzschnee standen wir vor der Entscheidung: Falzerkopf (1968 m) oder Bier in der Hornbachhütte? Natürlich wählten die meisten den sportlicheren Teil. Wir montierten nochmals die Felle und stiegen die 300 Meter zum Gipfel hoch. Von hier nochmals einen Rundumblick auf die näheren und ferneren Gipfel, die Sepp zum Teil bereits bestiegen hatte. Der erste Teil der Abfahrt führte über breite Alpen, wo der oberflächliche Schnee dank der intensiven Sonne prächtig aufgesulzt war. Selbst auf der unvermeidlichen Waldstrasse war der Schnee griffig und verführte zu rassigem Fahren. Deshalb merkte man kaum, dass einige Kieselsteinchen die Bretter etwas ankratzen. Zurück im luxuriösen Hotel erwartete uns der Komfort des Vier-Sterne-Hotels und überbot unsere Erwartungen auf ein gutes Nachtessen mit ausgezeichneten Leckerbissen.
Der dritte Tag begann erneut mit einem eisigen Morgen unter klarem Himmel. Also war wiederum Südseitiges gefragt. Sepp entschied sich für den Klippern, einen Zweitausender, dem wir ab Damüls (1200 m) auf einer gemächlich angelegten Spur entgegen strebten. Nachdem wir auf dem breiten Gipfelgrat die bereits erreichten Ziele der Vortage bestaunt sowie den Ausblick ins Allgäu, auf den Säntis im Westen und die Alpen im Montafon und Rätikon im Süden bewundert hatten, zogen wir uns wegen der eisigen Bise in etwas tiefere Regionen an die Sonnenseite einer Alphütte zurück. Diesmal hatte die Sonne nur an ein paar Steilhängen den Schnee aufgeweicht, so dass der grösste Teil der Abfahrt vom üblen Geratter der Bretter auf der harten Schneedecke begleitet war.

Zurück beim Hotel löschten wir unseren Durst und Sepp konnte unsern wohlverdienten Dank für seine kompetente Führung und die reibungslose Organisation entgegennehmen. Sicher haben sich einige von uns diese unbekannte, aber schneesichere Region gleich ennet der Landesgrenze gemerkt und werden sie wahrscheinlich auf eigene Faust wieder aufsuchen.
Martin Eberli

Skitour Pazolastock – Piz Cavradi (13.01.2018)

Leitung: Michael Vlasec

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Yanik Weingand, Tatjana Scherrer, Kathrin Hofstetter, Johanna Badman, Dominik Risi, Michael Vlasec, Dölf Käppeli, Kurt Weingand, Simone Durrer, Flavio Zihlmann, Pascal Graf, Jonas Käppeli, Seraina Kazamia

Die Zugsfahrt ab Andermatt zum Oberalppass führte uns bequem in die Alpenwelt des Gotthardmassivs ein. Bei herrlichstem Wetter haben wir auf der Passhöhe die Skis angeschnallt und sind losmarschiert. Als ersten Gipfel haben wir den Pazolastock im Visier. Bis zu Abzweigung Pazolastock / Rossbodenstock waren einige Gruppen unterwegs. Ab der Weggabelung zum Pazolastock waren wir aber bereits fast alleine. Auf dem Gipfel Gratulationen hier und Küsschen dort. Die Skibindung auf Abfahrt umstellen und danach fuhren wir stiebend Richtung Maighelshütte hinunter. Toll, was die Natur gepaart mit guten Skitechnik parat hält. Nach der Mittagsrast hiess es nochmals die Ski anfellen und bei nun warmen Wetter zogen wir an der Maighelshütte vorbei (!) und stiegen zum Piz Cavradi empor. Wiederum genossen wir die schöne Aussicht, den Blick zurück zum ersten Tagesgipfel und das herrliche Wetter. Und noch viel schöner, die zweite Abfahrt stand uns bevor.

Diese gut 1000m Höhenmeter (oder spricht man bei der Abfahrt von Tiefenmetern?) runter nach Tschamut boten Alles, was des Tourenfahrers-Herz begehrt: feinster Pulverschnee , bestens passende Hangneigungen und unverfahrene Hänge. Traumhaft schön. Nach der Zugfahrt zurück auf den Oberalppass genossen wir bei der Pistenabfahrt Richtung Andermatt ein Kühles an einer Schneebar. Auch das darf nicht fehlen.

Michael, besten Dank für die souverän geführte Tour. Ich gratuliere dir herzlich zu deinem tollen Einstand als Tourenleiter beim ACK und wünsche Dir (und uns) für die kommenden Touren weiterhin solch herrliche Bedingungen.

Verfasser: Flavio Zihlmann

Klettern am Brüggler (10.11.18)



Leitung: Josef Gantner

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Andrea, René, Martin

Eine Klettertour im T-Shirt im November? Im griffigen und kantigen Kalkfels des Brügglers verlustieren sich an schönen Tagen eher zu viele Seilschaften. Am vergangenen 10. November waren wir aber die ersten an der Wand und wurden später bloss durch zwei andere Seilschaften ergänzt. Josef hat für uns den Highway ausgesucht, eine Route im Bereich 5a+, die dem klaren Verlauf der senkrechten Rillen folgt. Ausgeprägten Grätchen, breite Spalten und Bruchstellen bieten Händen und Füssen Halt und Griff. Auch wenn die Abstände der Haken zuweilen recht gross sind, mit Nachtrippeln und Einklemmen der Füsse sowie mit Ächzen und Strecken erreicht man die nächste Sicherungsöse bestimmt. Bis zu genau 50m messen einzelne Abschnitte, so dass die empfohlenen zwölf Expressschlingen in der sechsten und siebten Seillänge restlos gebraucht werden. Nach den Legföhren im obersten Bereich endet die Wand abrupt, und wir können endlich das prächtige Alpenpanorama betrachten. Die Föhnwalze im Süden scheint harmlos, umso mehr als wir kaum ein Lüftchen spüren. Zu einer zweiten Route reicht die Zeit aber nicht mehr, denn schon steigen die Schatten von der Winteregg empor. Bald zeigt sich, dass die sommerlichen Temperaturen da oben nur der wärmenden Sonne geschuldet sind, und wir machen uns durch die farbigen Laubwälder auf den Heimweg. Vielen Dank, Josef, für den prächtigen Ausflug ins herbstliche Glarnerland.

Verfasser: Martin

Biketour zum Arnisee (29.09.18)



Leitung: Dani Meier

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Marco Meier, Beat Erni, Yvonne Mattmann

Es ist noch dunkel als ich mich für den Bikeausflug parat mache. Eine dicke Wolkendecke hängt über Kriens. Doch der Wetterbericht verspricht Sonnenschein beim Arnisee.

Zu zweit fahren wir von Kriens los. Weitere zwei Biker treffen wir in Erstfeld, wo wir unsere Autos stehen lassen können. Wir rollen ein paar Kilometer gemütlich ein, dann geht es bereits zum ersten Mal beim Wasserkraftwerk Amsteg steil hinauf. Wir sind noch frisch und so schaffen wir diesen etwas längeren Anstieg ohne Probleme. Rauf und runter auf der Nebenstrasse ohne Verkehr, dann kurz vor Gurtnellen ein paar Meter auf der Hauptstrasse und schon gibt’s den ersten Kaffeehalt. Ich bin froh, denn ich bin schon etwas am Frösteln. Die warmen Getränke tun gut und die bereits verschwitzen Leibchen können in der warmen Stube trocknen.

Wer mich kennt, weiss dass ich lieber bergab als bergauf fahre und so wähle ich jede Variante um Höhenmeter zu sparen. Das heisst in diesem Fall, ich donnere lieber eine Unterführungstreppe hinunter als dass ich den Weg rundherum fahre. Rantamtam und mit einem Jauchzer bin ich unten, die Jungs tun es mir gleich. Ein kurzer Spass, denn ab dann gehts nur noch aufwärts. Zum Glück auf einer Teerstarsse. Die Qualen sind erträglich, dennoch denke ich viel an mein eMTB, das zu Hause steht. Mit ein paar Päuschen erlangen wir den höchsten Punkt und der ist just an der Sonne. Ein herrlicher Blick eröffnet sich uns auf die umliegenden Berge. Ein Schwatz mit einem Älpler der Enziankraut auf dem Rücken trät, ein Halt am idyllischen Arnisee wo wir ein Gruppenfoto schiessen lassen und schon sind wir beim Beizli. Die Sonne lacht und wärmt uns. Die Temperaturen laden zum ausgiebigen Zmittg draussen ein. Es gibt keinen Grund zum Hetzen, also nehmen wir noch ein Kafi und sprechen über dies und das, selbst einen iPhone-Crashkurs gibt’s noch bevor wir uns auf die Abfahrt machen.

Dani hatte uns nicht zu viel versprochen. Eine ruppige Abfahrt in angenehmem Gefälle erwartet uns. Vor den Wasserläufen muss man sich etwas in Acht nehmen, die sind für heimtückische Snikebites bekannt. Immer mal wieder halten wir an um unsere Hände und Unterarme auszuschütteln, Fotos zu schiessen und Fahrtipps zu geben. Irgendwann, doch viel zu früh, sind wir dann auch schon wieder unten. Ein gemütliches Ausrollen zu den Autos und schon ist der wunderschöne Ausflug zu Ende.
Vielen Dank Dani für die tolle Organisation. Es hat Spass gemacht.

Yvonne Mattmann

Klettertour Rosenlauistock (23.09.18)



Leitung: Flavio Zihlmann

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Kurt Weingand, Myrielle Weingand, Bernadett Lustenberger, Yvonne Mattmann, Sepp Elmiger, Fabienne Baume, Roman Lenz, Martin Eberli

Klettern im Spätsommer:
Zu vernünftiger Zeit aus dem Haus und bei kühlen Temperaturen losmarschieren: So begann für uns neun Alpenclubler die Klettertour von der Rosenlaui aus. Die Ausrüstung war leicht und trotzdem forderte der steile Bergweg bis fast zur Engelhornhütte einige Schweisstropfen. Oben zeigte sich wieder einmal, dass ein Topo zwar hilfreich ist, dass der Einstieg aber schliesslich dank genauer Beobachtung der vorgesehenen Route und mit viel Gespür gefunden werden muss.

Erstaunlicherweise blieben wir trotz der idealen Bedingungen an diesem Sonntag die einzigen auf dieser Route. Und sie bot alles, was der Kalk verspricht: körnige Zacken und weiche Grasbänder, aber auch speckige Rinnen und ausgewaschene Stufen. Flavio kletterte voraus und legte für die Nachsteigenden ein paar Schlingen, damit sich alle durch das erste Kamin hinauf wuchten konnten. Aus dem gegenüberliegenden Rosenlauigletscher donnerten immer wieder mächtige Schnee- und Eislawinen auf die Gletscherzunge. Dort zeigte sich eine übermächtige Natur, die wir anderseits mit bescheidenen technischen Mitteln und kameradschaftlicher Hilfe zu bezwingen suchten.

Auf den Standplätzen wurde es für eine so grosse Gruppe mit zehn Leuten zuweilen etwas eng, aber gegen oben ging es zügiger. Erst auf dem Gipfel konnten wir uns hinsetzen, etwas trinken und dankbar das Panorama bewundern. Aber schon schickte das für den Abend angekündigte Sturmtief grosse Wolkenfelder als Vorboten voraus. So blieben sogar die Edelweiss von einigen unbeachtet, weil sie sich bereits zum Abstieg abgeseilt hatten. Doch glücklicherweise hielt das Wetter, und wir erreichten unsere Fahrzeuge im Moment, als die ersten Tropfen fielen. Danke, Flavio, für die Organisation und die unfallfreie Durchführung dieser klassischen Tour.

Martin Eberli

Alpinwanderung Vorder Glärnisch (21.09.18)



Leitung: Peter Kurer

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Vige, Turté, Sonja

Aufgrund der Verhältnisse hat Peter die Tour kurzfristig auf den Freitag vorverlegt. Um 06.00 Uhr, es ist noch immer dunkel, das Wetter jedoch vielsprechend, starten wir zu viert mit einem Auto Richtung Glarus. Ab Hinter Saggenberg um 07.45 Uhr beginnen wir unsere Wanderung bei wolkenlosem Himmel. Der Weg führt nach kurzer Strecke schon stark ansteigend, teils bewaldet, einem Bach entlang, nach oben. Auch ohne Regen ist dieser Teil feucht und rutschig. Wir überwinden zahlreiche Felsstufen. Davon sind einige sehr ausgesetzte oder schrofige Passagen mit Ketten gesichert. Unsere Route führt an der Drachenhöhle vorbei und wir waren so leise und schnell, dass wir den Drachen nicht zu Gesicht bekommen haben. Wir sind sehr dankbar, dass dieser Teil des Aufstiegs im Schatten liegt, der Schweiss läuft uns auch so in Strömen aus den Poren. Nachdem wir die ausgesetzten Stellen und die Kraxeleien überwunden haben, zeigt sich uns das ereste Mal nach ungefähr 1000 hm der Gipfel. Auch der letzte Abschnitt ist und bleibt sehr steil und wir kommen gut vorwärts und erreichen den Gipfel nach 3.5 Std. bei prächtigstem Wetter. Das Gipfelpanorama ist sensationell und sehr eindrucksvoll, das Vrenelisgärtli ist zum greifen nahe und auch sonst gibt es unzählige Gipfel, welche wir benennen und bestaunen können. Es ist absolut lohnend, einen Schönwettertag auszusuchen und die Entscheidung von Peter war absolut richtig.

Nach einer ausgiebigen Mittagsrast und dem obligaten Röteli heisst es Abschied nehmen von dem Prachtspanorama. Unser Abstieg führt uns auf der selben Route bis nach Gleiter. Am Morgen waren hier noch Schafe, welche nun verschwunden sind. Von hier führt ein spektakulärer Weg zur Alp Mittelstafel. Dieser ist zwar schön breit, aber auf der rechten Seite stürzt die Wand senkrecht ab. Es geht nun leicht aufwärts und wir sind dankbar, dass sich unsere Beine etwas erholen können. Vor der Abschrankung haben sich alle Schafe versammelt, welche uns nun Platz machen, sodass wir unseren Weg fortsetzen können. Danach haben wir einen sensationellen Blick auf den Klöntalersee, welcher sich in einer besonders schönen blau-türkis Farbe präsentiert. Der Abstieg ist nicht mehr so steil, wir sind jedoch froh, dass wir beim Auto unsere Schuhe mit den Sandalen tauschen können.

Wir beenden unsere Tour in der Gartenwirtschaft Schwamm, oberhalb des Klöntalersees, bei einem kühlen Trunk.

Herzlichen Dank an Peter für diese anforderungsreiche, herrliche Tour.

Verfasser: Sonja

Seniorenwanderung Fuchserenmoos (12.09.18)

Leitung: Lys Blum

Teilnehmende: Walti Blum, Jutta u. Walti Egli, Agnes Fenk, Ruth u. Ruedi Fellmann, Ruth u. Hans Kunz, Markus Lütolf, Helene Meier, Silvia Melloh, Ruth u. Hans Mühlebach, Sepp Planzer, Claire Omlin

Das Gemütlichste am Anfang: Walti Blum erwartete uns an einem wunderschönen Picknick-Platz beim «Biosphären-Reservat Fuchserenmoos». Das Feuer zum Grillieren war schon vorbereitet und die Tische und Bänke unter grossen schattenspendenden Bäumen erwarteten uns zum gemütlichen Essen und Trinken. Zuerst überraschten uns Ruth und Hans Kunz mit einem Spezialkuchen mit Aprikosen zum Apéro. Den Weisswein dazu zauberte Helene Meier aus ihrem Rucksack. Was kam da zum z’Mittag nicht alles «Feine» zum Vorschein. Innert kürzester Zeit waren die Tische bedeckt wie im Schlaraffenland. Kreuz und quer konnten die verschiedensten Köstlichkeiten probiert werden und die Würste vom Grill schmeckten in der tollen Natur in so toller Gesellschaft natürlich besonders gut. Nach dem Essen führte uns Lys zum wunderschönen Biotop. Einfach genial, Natur pur!! Zurück zum Picknick-Platz wurden wir mit Kaffee und feinem Kuchen von Lys und Helene verwöhnt. Dass wir zum gemütlichen Beisammensein auch noch mit musikalischen «Schwyzerörgeli-Klängen» von Walti und Sepp verwöhnt wurden, war noch das «Tüpfchen auf dem i» von diesem lustigen, gemütlichen und feinen Picknick.

Nach dem Mittag wanderten wir nochmals 45 Minuten zu unseren Autos beim Parkplatz Mättelimoos. Da wir diesen wunderschönen Wandertag nicht einfach hier so beenden wollten, trafen wir uns auf der Heimfahrt noch im Restaurant zu einem Abschlussbier oder Most. Ein herzliches merci velmol an Lys für die tolle Organisation der Wanderung und an Walti für die Bereitstellung vom Picknick-Platz.

Damit wir das alles geniessen konnten, trafen wir uns um 8.45 Uhr bei Andritz Hydro in Kriens. Alle 16 Teilnehmenden waren sehr pünktlich und so konnten wir wie geplant um 9 Uhr abfahren. Bei schönstem Wetter und sehr warmen Temperaturen fuhren wir bis zum Parkplatz Mättelimoos vor dem Dorf Finsterwald. Unsere Wanderung führte uns dem Moor Pfad entlang. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir den Aussichtspunkt «Alpiliegg» vis-a-vis vom «Schimbrig» wo wir eine kurze Pause einlegten. Nach ca. 2 weiteren Stunden erreichten wir unser Tagesziel, das «Biosphären-Reservat Fuchserenmoos», wo uns Walti Blum bereits erwartete…

Ruth Fellmann

Bergwanderung Bannalp - Rotgrätli- Ristis (8.9.18)

Leitung: Lys Blum

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Elvira Meier, Dani Meier, Vige Kaufmann, Gerid Vetter, Claire Ulmi, Markus Lütholf, Hans Kunz, Ernst Tierstein, Jörg Frei, Caroline Laurent, Susi Huber, Anette Schwauzker, Michael Morger

Am frühenSamstagmorgen um 07.00 Uhr versammelten sich 14 Teilnehmende für die oben genannte Tour. Es herrschte bereits reger Betrieb im Bahnhof. So begaben wir uns möglichst schnell in den Zug der Zentralbahn, damit wir allenoch einen Sitzplatz ergattern konnten. Punkt 07.10 Uhr fuhr der Zug Richtung Wolfenschiessen ab. Die Stimmung war locker und gemütlich. Das sonnige und milde Wetter trug natürlich viel dazu bei. Wir erwarteten gemässWetterbericht viele Wolken, zumindest noch am Morgen. Stattdessen herrschte bei einem praktisch wolkenlosen Himmel bereits strahlender Sonnenschein. Vorbei an den Gestaden des Vierwaldstättersees ruckelte das Zentralbahn-Zügli nach Wolfenschiessen. Dort angekommen, stiegen wir in das fast schon vollgefüllte Postauto, welches uns auf einer steilen und kurvenreichen Strasse nach Oberrickenbach brachte. Vor dort gings mit der Luftseilbahn in luftiger Höhe steil hinauf auf die Bannalp. Kaum dort angekommen, bestaunten wir bereits die wunderbare Bergwelt und den knallblauen Himmel.

Unter kundiger Leitung von Lys Blum machten wir uns auf den Weg zum Bannalper Schoneggli. Die Sonne stand anfangs noch sehr tief und blendete uns enorm. Viele sehnten sich nach einem Kaffee. Doch wir liessen die Beiz rechts unten liegen und stiegen zügig bergan. Je mehr wir an Höhe gewannen, umso schöner wurde dieAussicht. Bald schon konnten wir in der Tiefe den smaragdgrünblauen Bannalpsee erblicken.
Nach etwa anderthalb Stunden erreichten wir das BannalperSchoneggli. Dort oben öffnete sich der Blick Richtung Osten zu den Schwyzer, Urner und Glarner Alpen. Manchmal waren wir uns in der Bezeichnung der diversen Gipfel nicht ganz einig. Aber dies spielte ja keine Rolle. Nach einem Znünihalt waren wir wieder frisch gestärkt, und wir wanderten zügig weiter Richtung Rot Grätli. Wir gelangten in sehr schöne Karstfelsen, und sogarein Schneefeld mussten wir traversieren. Wir stiegen über die Engelberger Egg weiter an, bogen dort umdie Ecke und erblickten bald den Schöntaler Firn, welcher leider wie viele andere Gletscher stark abgeschmolzen ist. Nun ging's um den Bergpreis. Wir hatten einige steile Platten zu überwinden, welche zum Teil mit Seilen gesichert waren. Jeder von uns verfügte über genügend Kondition, um den recht steilen Anstieg problemlos zu schaffen.

Punkt 12.00 Uhr erreichten wir den Passübergang. Die Aussicht in Richtung Engelberg und zu den Berner Alpen war überwältigend. Links erblickten wir den Griessenfirn, dann weiter rechts den Titlis und weiter in der Ferne Wetterhorn, Wellhorn, Rosenhorn, Schreckhorn und das Finsteraarhorn. Hier oben nahmen wir das Mittagessen aus dem Rucksach ein und schossen ein paar Erinnerungsfotos.

Nach etwa 45 Minuten Aufenthalt nahmen wir den Abstieg Richtung Rugghubelhütte unter die Füsse. Die Rugghubelhütte sahen wir bereits auf der Passhöhe, und wir wussten natürlich alle, dass dort Bier und Kaffe sowie andere Getränke auf uns warteten. Der Abstieg verlief schön sachte zwischen Karstfelsen und saftigen Matten. Auf diesen Matten tummelten sich viele Murmeltiere, welche uns gegenüber keinerlei Angst oder Respekt zeigten. So konnten wir sie gut beobachten. Bald schon erreichten wir die SAC-Rugghubelhütte. Trotz vieler Wandergäste fanden alle Teilnehmenden problemlos an einem grossen Tisch Platz. Wir genossen Bier, Kaffee, Most und einen herrlichen Kuchen, den Lys extra für uns bis zur Hütte "buggelte".
Von der Hütte stiegen wir über herrliche Matten, auf welchen die Kühe weideten, sachte auf eine Alp ab, überquerten dort einen gurgelnden Bach und wanderten dann der Bergflanke entlang Richtung Ristis. In der Tiefe erblickten wir Engelberg mit dem End derWelt. Auf der gegenüberliegenden Talseite die Gerschnialp, Trüebsee, Graustock sowie die Bergkette vom Titlis über Reissend Nollen,Wendenstöcke bis zum Mähren.

Etwa um 16.30 Uhr erreichten wir Ristis. Wir genehmigten uns dort noch einen kleinen Trunk, bevor wir mit der Luftseilbahn nach Engelberg hinunter schwebten. Dort bestiegen wir müde aber glücklich die Zentralbahn zurück nach Luzern.
Es war eine herrliche, anforderungs- und abwechslungsreiche Tour, welche von Lys Blum mustergültig organisiert wurde. Dafür danke ich ihr im Namen aller Teilnehmenden nochmals herzlich.

Jörg Frei

Turnerinnen-Reisli (Flims) (31.08.-02.09.18)

Leitung: Elvira

Teilnehmerinnen: Kathy, Esthi, Susi, Vreni, Angela,Daniela, Yvonne, Liliane, Vreni

Entgegen unseren Wünschen trafen wir uns bei regnerischem Wetter und trauriger Wettervorhersage am Freitag Morgen am Bahnhof Luzern zum traditionellen Turnerinnen-Reisli. Mit Ziel „Flims“ setzten wir uns in den Zug und reisten ab in Richtung Chur. Dort angekommen beim Warten auf das Postauto, wunderten sich einige Reisende über die fröhlich lachende Frauenschar! Wir hatten eben festgestellt, dass eine Turnerin am Morgen vor lauter Vorfreude und Nervosität zwei verschiedene Schuhe angezogen hatte!

In Flims angekommen, bezogen wir die Zimmer und machten uns sofort auf den Weg zum Caumasee. Dort gastierte die Transalp Waterline Tour. Die weltbesten Slackline-Stars balancierten auf den schmalen Slacklines kreuz und quer über den wunderschönen See und plumpsten hin und wieder ins Wasser. Gemütlich auf der Terrasse sitzend, konnten wir das Ganze im Trockenen und bei einer Tasse Kaffee beobachten!

Am Samstag lies der Regen leicht nach. Nach dem ausgiebigen Frühstück marschierten wir los zur Aussichtsplattform Il Spir! Aber, wo war der Rhein? Eine Nebelbank verhinderte den Einblick in die imposante Schlucht. Zum Glück war auf einer Infotafel ein Bild bei Sonnenschein zu sehen! Wir wanderten weiter durch den abwechslungsreichen Flimserwald zum Crestasee. Dank Nieselregen und kleinen Nebelschwaden konnten wir ein paar mystische Erinnerungsfotos knipsen! Danach genossen wir einen Apero auf der Terrasse vom Hotel Gasthaus Crestasee. Dazu hörten wir den passenden Song „Bündnerflaisch am Crestasee“. Welch ein Feeling! Nochmals herzlichen Dank den Spenderinnen!
Leicht frierend brachen wir auf, Richtung Hotel, wo wir es uns im Wellnessbereich gemütlich machten, uns ein wunderbares Nachtessen genehmigten und den Abend genossen! Wie heisst es so schön? Man muss aus jeder Situation das Beste herausholen!

Am Sonntag hiess es schon bald: „Koffern packen“. Eine kurzweilige Bahnreise über den Oberalp-Pass stand bevor. Zuerst aber noch eine rasante Postautofahrt bis Ilanz. Das Wetter zeigte sich auf einmal versöhnlich und so konnten wir die schöne Gegend geniessen. Gegen Abend erreichten wir unseren Ausgangspunkt ohne Sonnenbrand, Blasen an den Füssen und Erschöpfungserscheinungen! Was will man mehr!

Liebe Elvira, herzlichen Dank für die Organisation! Wir haben unser Reisli auch unter den gegebenen Umständen sehr genossen!

Susi

Bergwanderung Habkern - Niederhorn (18.08.18)

Teilnehmende: Lys Blum, Ruth Stierli, Vige Kaufmann, Adolf Lipp und die Schreibende

Natürlich wünschen wir uns für unsere Wanderung schönes Wetter. Auf dieser Tour allerdings ist die Sache etwas komplizierter: Denn: Was heisst schönes Wetter? Und ist schönes Wetter auch gutes Wetter? Nein, es geht mir nicht um den Spruch mit den richtigen Kleidern. Es geht mir vielmehr um Felle, Hörner und Hufe.

Es ist so: Auf der Bergkette zwischen Gemmenalphorn und Niederhorn lebt eine Steinbock-Kolonie. Da sich diese Tiere über die vielen Jahre recht gut an Wanderer gewöhnt haben, kennen sie keine grosse Scheu. Bei trüberem Wetter, wenn wenig Wanderer unterwegs sind, bleiben sie eher oben auf dem Grat, in Sichtweite. Davon profitierten wir heute, denn Sonne, Wolken und Nebel auf der Justistaler Seite wechselten sich ab.

Man kanns kaum glauben, aber auch in der Schweiz kann man auf Safari gehen. So geschehen auf unserer Tour. Steinböcke mit ihren Jungen in Schlafstellung, das war schon was Besonderes.

Nun zurück zum Anfang:

Unsere kleine, gut gelaunte «Truppe» fährt gemeinsam nach Interlaken. Da wir genügend Zeit hatten, führte Adolf die Teilnehmenden nach Habkern, wo diese sich für den Aufstieg stärken konnten – sogenannte Anschubhilfe!¨ und parkierte dann das Auto im Tal in der Nähe der Postautohaltestelle.

Alle wieder versammelt, nahmen wir die ersten Höhenmeter in Angriff. Steil aufwärts führte der Weg zuerst über saftige Wiesen, Weiden und bewaldete Abschnitte bis zur Alp Bäreney.

Ab hier ist die Route sehr abwechslungsreich und nicht mehr steil. Der Weg schlängelt sich durch feuchte Moorflächen, eindrucksvolle Karstlandschaft und einzeln stehende Föhren und Fichten. Zuletzt windet sich der Weg via luftigem Gipfelaufbau zum Gemmenalphorn. Nach dem schweisstreibenden Aufstieg gibt’s hier den wohlverdienten Gipfeltrunk und etwas Feines aus dem Rucksack. Bald geht’s weiter via Burgfeldstand bis zum Niederhorn. Der Weg folgt nun immer der Grathöhe bis zur Bergstation Niederhorn. Die Aus- und vor allem Tiefblicke ins idyllische Justistal, der Karstlandschaft des Hogant und Sieben-Hengste und zum Jungfrau Massiv bleiben unvergesslich.
Gestärkt durch Bier und Kaffee nahmen wir die Gondelbahn nach Beatenberg. Das Postauto führte uns direkt zum Parkplatz Birmse, wo unser Auto auf uns wartete. Diesen speziellen Namen wollen wir euch nicht vorenthalten, sorgte doch dieser für viel Gelächter. Die falsche Aussprache meinerseits machte aus Birmse – Birmsee, was den Postautofahrer ein Schmunzeln auslöste. Er klärte uns dann sogleich auf, wie wir diesen Namen auszusprechen hatten. Ihr seht: Manchmal ist einem die eigene Sprache fremd!!

Danke für die charmante Begleitung toller «Alpenclubkamerädli»

Caroline Laurent

Bergwanderung Brisen 2403 m (11.08.18)

Leitung: Vige Kaufmann
Teilnehmer: Jörg, Ruth, Yan, Silvia, Godi, Annelies, Elvira, Dani, Alain

Treffpunkt war um halb acht bei Andritz Hydro in Kriens, von wo aus wir mit zwei Autos nach Dallenwil fuhren. Mit dem ersten von drei Bähnli an diesem Tag ging’s nach Niederrickenbach 1162m. Meteo hatte einen schönen, sonnigen Tag vorausgesagt. Nach den langen Hitzetagen und der lang ersehnten vorgestrigen Kaltfront war es aber wesentlich kühler als erwartet. Auch war die Brisenkette auf dem nur leicht ansteigenden Marsch zum Alpboden unsichtbar in Wolken verhangen.

Der Sessellift brachte uns alsbald auf den Haldigrat 2091m., wo wir bereits unser erstes Kafi mit Nussgipfel nahmen und untereinander bei lockerer, gemütlicher Atmosphäre viel zu berichten hatten. Der erhoffte Aufriss der Wolkendecke blieb aus und so machten wir uns bei leicht nebligen Verhältnissen in gemütlichem Tempo auf zum Brisen über einen wunderschönen, einfach zu begehenden Grat. Nach einer guten Stunde erreichten wir den Brisen, den viel gelobten Aussichtsberg 2043m. Das Erklären des traumhaften Panoramas durch unseren sehr fachkundigen, erfahrenen Führer Vige blieb aus, denn ausser zum gegenüber liegenden Hoh Brisen und zum Chaiserstuhl nach Süden sah man durch die Nebelschwaden nicht viel, bis es dann minutenweise mal wieder kurz aufriss; trotzdem eine tolle Stimmung!
Das Wetter blieb dann auf der verbleibenden Kammwanderung unverändert so; zuoberst Nebel, etwas tiefer dann sichtig. Nach dem Mittagsrast auf dem Brisen ging’s Richtung Nordosten zum Steinalper Jochli, wo dann ein teils leicht ausgesetzter, mit Seilen gesicherter Abschnitt zum Glattigrat folgte, der dem einen oder anderen ein mulmiges Schwindel Gefühl auslöste.... an dieser Stelle ging auch Elvira’s Wanderstock „s’Loch ab“....tschüüsss!

Im leichten auf und ab erreichten wir dann über eine alpige Grasnarbe den Risetenstock (2289m.), erneut im Nebel, und machten dort einen kurzen Halt. Über’s Hinter Jochli und Chälen stiegen wir ab zum Alpbeizli bei Ober-Biel und genossen des Älpler’s vorzüglichen „suure Moscht“ zu Suppe mit Wurst. Dann die kurze Traverse zur Bärenfalle 1579m., dann der letzte einfache Aufstieg zur Musenalp 1755m. Endlich schien die Sonne und beleuchtete die nun etwas andersartig gewordene, wunderschöne Karstlandschaft. Was für ein Wow!!!-Erlebnis, als das Bähnli über den Randmasten nach der Felskante schwebend wie im freien Fall über den sich öffnenden Abgrund zu fliegen schien! Vor dem Abschied in Dallenwil nach 16 Uhr dankte Vige für das zahlreiche Erscheinen und den guten „Spirit“ in der Gruppe. Wir haben zu danken, Vige!
(Gedankt sei an dieser Stelle prinzipiell allen, die sich als Tourenleiter zur Verfügung stellen, Verantwortung übernehmen, sich aus Idealismus vorbereiten und engagieren aber nie wissen, wie viele sich dann effektiv anmelden, oder eben nicht...)

Alain Bazelli

Hochtour Hangendgletscherhorn (11./12.08.2018)

Leitung: Roger Fischer
Teilnehmende: Kurt Weingand, Hill Zemp, Rita Bazelli, Simon Briker, Elena Kaufmann, Markus Kaufmann, Cony Kaufmann

Am Samstagmorgen trafen wir uns bei herrlichem Sonnenschein in Meiringen. Die Auswärtigen schafften es pünktlich im Restaurant Bahnhof einzutreffen.

Die Fahrt hinauf zum Urbachtal war noch sehr entspannend. Dann hiess es Wanderschuhe schnüren und Rucksack an den Rücken schnallen. Nun ging es 3,5 Stunden stetig aufwärts zur Gaulihütte auf 2205 m ü. M. Nach einer kleinen Stärkung ging es noch hoch zum Gauligletscher wo das Flugzeugwrack der Dakota zu sehen war. Das amerikanische Flugzeug stürzte 1946 zu oberst am Gletscher ab. Alle 12 Insassen überlebten diesen Absturz dank Pionierarbeit der neu definierten Bergrettung. Die schweizerische Flugrettung wurde geboren. Nach über 70 Jahren kann man nun die Wrackteile sehr gut sehen und es riecht immer noch nach Öl.

Am nächsten Morgen starteten wir die Tour über Geröll und kleine Schneefelder um 04:45 Uhr bis zum Chammligrat-Einstieg auf 2700 m ü.M. Nun hiess es Klettergurt anschnallen und Seil anbinden. Die fünfstündige Kletterei konnte losgehen. Ein schöner Grat mit kniffligen Stellen, zum Teil auch überhängend, war zu bewältigen. Die abwechslungsreiche Route steigerte die gute Laune noch zusätzlich. Trotz top Wetter waren die meisten froh über Langarmpullover, weil eine leichte Biese über den Grat zog.

Oben auf dem Hangendgletscherhorn auf 3291m ü.M. angekommen, wurden wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Nach einer kleinen Pause und Fotosession ging es schon bald wieder retour zur Gaulihütte. Den besten Weg über den Hangendgletscher mussten wir noch suchen, aber mit Pickel und Steigeisen war es gut zu meistern.

Zurück bei der Gaulihütte stärkten wir uns noch vor dem langen Abstieg. Roger, unser Tourenleiter, entlastete uns, indem er unsere Seile mit dem Gleitschirm herunterflog.

Besten Dank Roger für diese tolle Tour im Namen der ganzen Gruppe.
Simon Briker

Klettertour Bergeeschijen Südgrat (08.07.18)

Leitung: Dölf Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Annemarie Degen, Martin Eberli, Josef Gantner, Markus Kaufmann, Bernadett Lustenberger, Tatjana Scherer, Flavio Zihlmann

Am frühen Morgen eines herrlichen Sommertages fuhren wir in zwei Fahrzeugen zum Fuss der Staumauer auf die Göscherneralp und stiegen 1 1/2 Stunden direkt zum Sporn des Südgrats auf 2500m hoch. Drei Seilschaften wählten die Normalroute (4c) und eine Seilschaft zog es zu Tonis Lust, bewertet mit 5c.

Den Bergseeschijen zeichnet fein geschliffener Urner Granit aus. Es war dann auch weniger die Steilheit, viel mehr der teilweise wirklich glatte Fels, der uns herausforderte. Griffe, Trittchen und Noppen mussten gesucht und die spärlich gesetzten Haken gefunden werden. Handkehrum präsentierten sich riesige Schuppen als ideale Griffe. Die zwei letzten Seillängen vor dem Gipfel forderten Josef Gantner erst dann heraus, als er die groben Schuhe montiert hatte: So musste man früher klettern, heisst das bei ihm. Trotz strahlender Sonne waren die meisten froh über lange Ärmel, weil eine frische Bise unangenehm um die Kanten strich. Glücklicherweise befanden sich nur wenige Seilschaften am Berg, so dass wir zügig vorwärtskamen.

Die Aussicht vom Gipfel hoch über dem Bergsee und dem Stausee Göscheneralp auf die Dammagruppe war ungetrübt. Wird man sich bewusst, dass erst seit 1955 der Göscheneralpsee die ehemalige Alp, ein halbes Dutzend Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie die Kapelle überdeckt, überkommt einen ein leichter Schauder. Zwischen 1920 und 1965 wurden mehrere solche inneralpine Talperren zur Energieproduktion im Namen des Fortschritts gebaut. Und natürlich fragt man sich, ob ein derartiges Projekt heute überhaupt Chancen hätte, realisiert zu werden.
Der Abstieg durch die herrliche Alpenflora auf gesicherten, aber rutschigen Pfaden sowie das Gehen und Springen über die unregelmässigen Blöcke erforderte nochmals volle Konzentration. Endlich konnten wir unseren Durst im Bergrestaurant Gwüest stillen. Dem Tourleiter Dölf gebührt unser herzlicher Dank für die umsichtige Führung der Gruppe.

Verfasser: Martin Eberli

Biketour Oberkirch (07.07.18)

Leitung: Beat Erni

Teilnehmer/innen: Marco Erni, Heinz Erni, Michelle Bucher, Ruedi Fallegger, Claudia Jost

Zu sechst fuhren wir los über den Golfplatz Oberkich Richtung St. Erhard, Wauwilerberg, Egolzwil, Santeberg bis Dagmersellen.

Nach 2 Tagen Regenwetter waren noch viel Nebelschwaden vorhanden. Der Wechsel von Sonne und Wolken machte das Bikeerlebnis noch angenehmer.

Dann weiter hoch und hinab über hügelige Landschaften hauptsächlich auf Nebenwegen bis nach Gettnau und Alberwil. Auf einem Grillplatz assen wir unser Mittagessen, bei der Burgrain Agrovision kehrten wir zu einem Kaffee ein.

Die Tour begeisterte uns alle, da sie äusserst abwechslungreich war und wunderbare Singletrails enthielt. An einigen Stellen mussten sogar die ganz Mutigen ihr Bike den Berg hinunter stossen, da die Wege und Wurzeln noch nass waren.

Marco fuhr mit seinem GPS voran, führte uns immer wieder durch kleine Waldwege und Strässchen. Beat fuhr souverän am Schluss der Gruppe, damit niemand bei den vielen Abzweigungen verloren ging.

Weiter ging es nach der grossen Pause Richtung Willisau, Wellbrig, Ettiswil, Hinderberg zurück nach Oberkirch. Im Restaurant Oase beim Golfplatz tranken wir gemütlich Bier und Golfer- Limo. Die Sonne zeigte sich mit ganzer Kraft und wir waren dankbar und froh im Schatten sitzen zu dürfen.

Vielen Dank an Marco und Beat für die sehr schöne und toll geführte Tour.

Claudia Jost

Kulturwanderung: Herdenhunde (01.07.18)

Von der Sensibilisierung zur Desensibilisierung – und was Herdenschutzhunde damit zu tun haben

Leitung: Martin Eberli

Teilnehmende: Dölf und Ursi Käppeli mit Hund Lio (4.5 Jahre alt, Labrador, 32 Kg), Annalies und Godi Ottiger, Tatjana Scherrer, Gerid Vetter

Gastgeber: Bauer Werner Wicki mit seinen drei Hunden Dora, Joy und Skip (zwischen 5-12 Jahre alt, je ca. 62 Kg, Rasse Maremmano Abruzzese sowie Montagne des Pyrénées)

Zum Teil mit dem ÖV, zum Teil per Auto angereist, treffen wir uns alle bei der Hirsegg Postauto-Haltestellte kurz vor Sörenberg. Es ist ein wunderschöner Tag und wir alle sind gespannt, was uns bei Bauer Werner Wicki oben auf der Alp Gummen erwarten wird. Dölf und Ursi bringen ihren Hund Lio mit – ein sympathischer Labrador. Trotzdem denk ich als erstes – uh jetzt auch noch ein Hund mit dabei, wenn wir den Herdenschutzhunden begegnen – das macht mich doch etwas nervös. Dölf hat vorab mit dem Bauer telefoniert – alles kein Problem, solang der Hund and der Leine bleibt hat es geheissen. Nun – ich hoffe, dass dem so sein wird…. Ich bin noch etwas skeptisch.

Wir wandern in der Vormittagshitze über Cheiserschwand-Bodenhütten-Dürrütlio hinauf zur Alp Gummen, wo Werner Wicki bereits mit Kafi und Guetzli auf uns wartet. Werner erzählt wie er zum bauern kam – denn eigentlich arbeitet er bei einer Versicherung und dass es punkto Wölfen, Herdenschutz und den Schutzhunden viele, z.T. vorgefasste und regionentypische Meinungen gibt. Und er hält Schafe weil er diese Viecher einfach gerne hat. Er und andere Bauern generieren damit aber inzwischen auch einen guten Verdienst da Lammfleisch seit einiger Zeit eine grosse Nachfrage erlebt (für Interessierte siehe: www.zentralschweizerlamm.ch). Und für diese Schafe hat Werner seit Anbeginn auf die Herdenschutzhunde gesetzt.

Diese Schafe wollen wir nun besuchen gehen – doch erst müssen wir sie finden. Es zeigt sich, dass diese keck und schlau unter dem Weidezaun auf der Alp Gummen durchgeschlüpft sind, da es ihnen hier einfach zu heiss wurde (es ist tatsächlich brütend heiss obwohl wir doch schon auf fast 1500 oben sind). So sind sie nun ganz oben auf etwa 1900m Auf dem Weg dahin erfährt Lio einen Stromstoss beim Queren eines Weidezaunes und wird von einem der beiden Esel attackiert, die ebenfalls Werner gehören – das schüchtert Lio ziemlich ein – ihm ist nicht mehr so wohl. Ursi beschliesst deshalb – und aufgrund des steilen Anstieges, den wir nun noch in Angriff nehmen müssen, damit wir die Schafe – und die Hunde! – finden, umzudrehen. Esel würden sich gemäss Werner ebenfalls sehr gut als Herdenschutz eigenen, da sie (tatsächlich!) auf alles losgehen was wolfsähnliche Formen hat – also auch auf Hunde – und sich nicht einschüchtern lassen. Da sie aber, sobald sie zu zweit sind, ihre Wachsamkeit vergessen, ist weniger Verlass auf sie.

Auf dem Weg den Berg hinauf kommen wir an einer Fütterungsstelle der Hunde vorbei. Es handelt sich dabei um ein kleines Fass, das bei Touchierung portionenweise Kraftfutter für die Hunde abgibt. Dieses «Astronautennahrung» ist so kalorienreich, dass relativ wenig Menge für sehr lange Zeit ausreicht, weshalb die Versorgung der Hunde über den Sommer hinweg auch auf den Alpen relativ einfach bewerkstelligt werden kann.

Oben in der Sommerfrische angekommen, stossen wir auf eine kleine Hochebene – und hören schon von weitem das Gebell der Hunde, die uns, da wir uns laut bemerkbar machen (Regel Nr. 1 = Überraschungen vermeiden) schon hören bevor wir sie sehen. Wir sind bei den Schafen angekommen, die dem jungen Gras den Schneerändern entlang den Berg hochgewandert sind.
Wir kommen um eine Ecke – und gegenüber an einem kleinen Hang stehen alle drei Hunde und bellen uns verärgert an. Sie sind riesig – und sehr schön mit ihrem weissen, dichten Fell.

Ich werde nervös, denn ich habe nicht nur Respekt vor Hunden sondern auch Angst – und genau deswegen bin ich hier. Ich will rausfinden ob ich es schaffen könnte, diesen Hunden auf einer Wanderung auch alleine zu begegnen.
Dazu muss nun noch gesagt werden, dass es verschiedene Konzepte gibt, wie diese Hunde «erzogen» werden sich dem Mensch gegenüber zu verhalten. Die einen lernen Abstand zu halten, die anderen kommen sehr nahe. Zweiteres führt laut Werner immer wieder zu Missverständnissen in zweierlei Hinsicht. Die einen Wanderer denken, der Hund will gestreichelt werden, die anderen hauen ihm den Stock über die Schnauze. Beides ist nicht wünschenswert. Die anderen Hunde halten Abstand, lassen dich aber dennoch keine Sekunde aus den Augen. Bellen tun alle beide bis sie sich sicher sind, dass du weisst wer hier der Chef ist. Regel Nr. 2 und 3: Halte selber Abstand und bewege dich langsam, dreh dich halb weg vom Hund und lass ihm Zeit, dich zu prüfen. Und die allerwichtigste Regel: Stell dich nie zwischen Schafe und Hunde!

Nun also – ich wurde ziemlich angebellt – das fand ich ziemlich stressig. Ich hielt mich an meinem Wanderstock fest, das gab mir buchstäblich inneren Halt und zwang mich ruhig einen Schritt nach dem anderen zu machen. Und siehe da – mit der Zeit wurden die Hunde ruhiger, liessen uns aber weiterhin nicht aus den Augen – auch dann nicht als wir bereits wieder einen guten Abstand zu ihnen hatten. Sie registrierten jede unserer Bewegung quasi aus den Augenwinkeln.

Werner erklärt, dass beim Einsatz von Herdenschutzhunden darauf geachtet werden sollte, dass Routiniers und Beginners zusammenkommen, denn die Hunde lernen voneinander. Und je früher die Hunde mit den ihnen anvertrauten Schafen zusammenkommen (sie schlafen z.B. alle im gleichen Stall im Winter) desto besser verläuft die Sozialisierung zwischen Hunden und Schafen.

Auch wenn nicht wegdiskutiert werden kann, dass es immer wieder zu Vorfällen zwischen Mensch und Hund kommt, würde Werner nicht mehr auf die Hunde zum Schutz seiner Schafe verzichten. Er hat, seit er sie einsetzt, kein Tier mehr an den Wolf oder Luchs verloren.

Mein Fazit: Ich mach mir keine Illusionen darüber, dass auch mir eine unliebsame Begegnung passieren könnte. Mir ist jedoch nun viel klarer wie ich mich verhalten soll, sobald ich das Schild (s. Foto), das auf Herdenschutzhunde hinweist, an einem Weidezaun oder Wanderweg sehe. Das macht mich ruhiger – sprich aus meiner Angst (Sensibilisierung) ist zumindest zu einem Teil Gelassenheit (Desensibilisierung) geworden, so dass ich mich dann auch in einer 1:1 Situation noch an die Regeln erinnern sollte!

Tatjana Scherrer

Klettertour Grimsel Gerstenegg, Dom (30.06.18)

Leitung: Andrea Huwyler

Teilnehmer: Beatrice Odermatt, Markus Wallimann (SAC Engelberg), Annemarie Degen (Alpenclub Kriens), Edith Fries (Gast)

Um 06.00 Uhr ging die Fahrt bei schönstem Wetter und viel Sonnenschein Richtung Rätrichsboden los und alle Teilnehmer waren gespannt, was uns an dem heutigen Tag erwartet. Auf dem Parkplatz unterhalb der Staumauer gab es zuerst eine Auslegeordnung und Kontrolle der benötigen Materialien und nach kurzer Zeit machten wir uns auf dem Weg Richtung Klettergebiet. Doch wo war nur der Einstieg? So einfach wie es zuerst aussah, war es dann doch nicht, den Einstieg zu finden, aber nach einigem hin und her fanden wir den Start zur 12-Seillängentour „La Strada“. Wir teilten uns in 2 Seilschaften auf, auf der einen Seite die Seilschaft mit Andrea, Mek (Hahn im Korb) und Bea, und auf der anderen Seite Annemarie und Edith.

Tja, schon bald stellten wir fest, dass wir uns nicht zu einem „Sonntagsspaziergang“ angemeldet hatten, denn die ersten vier Seillängen (5a+, 5b, 5b, 4c) hatten es bereits in sich, und der Eine oder Andere hat sich gefragt, weshalb er sich das heute antut.

Nach diesen vier Seillängen legten wir eine kurze Gehstrecke hinter uns und nach einer Pause sah die Sache schon wieder viel entspannter aus und wir konnten das erste Mal die tolle Aussicht Richtung Grimselpass geniessen. Mit frischem Elan und neuer Kraft nahmen wir die nächsten acht Seillängen in Angriff, welche glücklicherweise ab und zu auch einfachere Passagen beinhaltete. Nach rund 6 Stunden Klettern und dank der super Vorarbeit unserer Leiterin Andrea haben wir alle unser Ziel, den Dom, erreicht und die „La Strada“ bezwungen. Glücklich und auch mit etwas Stolz genossen wir erneut die tolle Aussicht bevor wir uns dann auf den Rückweg machten.

Hier stellten wir schon bald fest, dass wir nur mit einem Umweg ans Ziel kommen würden, denn wie bzw. wo konnten wir bei all dem Wasser oder dem Restschnee den Bach überqueren? Auch hier hat Andrea uns sicher über den Bach geführt und um ca. 18.00 Uhr sind wir zwar müde aber mit vielen tollen Erinnerungen beim Auto angekommen.

Nach dieser Anstrengung gönnten wir uns im Hotel Urweid in Innertkirch noch „Kaffee und Kuchen“ bevor wir den Heimweg in Angriff nahmen.

Uns allen bleiben viele tolle Erinnerungen an diese spannende und abwechslungsreiche Tour und ein herzliches Dankeschön an die tolle Tourenleitung. Andrea, wir kommen bestimmt wieder einmal mit auf eine Tour.

Edith Fries

Gross Spannort (24.06.18)

Tourenleiter: Jonas Käppeli, Michael Vlasec

Teilnehmer: Dölf Käppeli, Seraina Kazamia, Cony & Markus Kaufmann, Luzia Lussi, Myrielle & Kurt Weingand und Pascal Graf.

Die Tour war zunächst von Engelberg via Spannorthütte auf den Gross Spannort und zurück geplant. Wegen Verzögerungen bei der Renovation mussten wir allerdings für den Aufstieg auf die Kröntenhütte im Erstfeldertal ausweichen, was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellte.

Die Anreise nach Erstfeld erfolgte mit dem Zug und so besammelten wir uns am Samstagmorgen am Bahnhof Luzern. In Erstfeld wartete bereits ein 8er Alpentaxi und ersparte uns den Aufstieg bis Bodenberg. Die folgenden 900 HM zur Kröntenhütte wurden im Nu bewältigt und der früher gestartete Jungwachtgruppe um Stefi und Markus Käppeli keine Chance gelassen ;-)

Nach kurzem Rast bei der Hütte entschieden wir uns für eine Mehrseillängentour am nahen Vorder Päuggenstöckli. Die Tour war trotz mässiger Schwierigkeit (7 Seillängen, 3c-4c/5a) schön steil und mit wunderbaren Griffen ausgestattet. Das Wetter war toll und die wenigen Quellwolken mochten die Sicht auf Krönten, Gross Spannort, Schlossberg und die Glarner Alpen nicht zu trüben. Zurück bei der Hütte wartete der Obersee mit angenehmen 0 Grad (und kleinen Eisbergen) als verdiente Erfrischung.

Pünktlich aufs Nachtessen trafen noch Myrielle und Kurt ein und komplettierten die 10er Gruppe. Nach einem leckeren Abendessen trafen wir uns nochmals alle am See um mit Schall und Rauch dem verstorbenen ACK Mitglied Fadri Käppeli zu gedenken.

Abmarsch am nächsten Tag war um 5. Auf dem Oberseemänndli wärmten uns bereits die ersten Sonnenstralen und am Graw Stock wurde angeseilt. Der Glatt Firn machte seinem Namen leider keine Ehre und war alles andere als glatt, sondern mit tiefen, vom Regen verursachten Kratern übersäht. Der Marsch über den Gletscher zum Spannortjoch war entsprechend mühselig und man musste ständig auf seine Tritte achten.

Die letzten 300 HM zum Gipfel wurden mit quietschenden Steigeisen in einfacher Kraxelei über schottrigen Fels bewältigt. Nach 5 Stunden waren wir auf dem Gipfel und wurden mit einem tollen 360 Grad Rundblick belohnt. Trotz hohen Wolkenfeldern war vom Pilatus bis zu den Berner 4000er alles wunderbar zu sehen.

Die ersten 300 von 2200 HM (!!) Abstieg wurden zurück zum Spannortjoch abgeseilt und dann ging es weiter via Spannortgletscher Richtung Spannorthütte. Das steile Couloir unter der Schlossberghütte war noch reichlich gefüllt mit Altschnee und so konnten wir den ganzen Weg bis fast zur Spannorthütte Nassschneesurfen. Das schonte nicht nur unsere Knie für den restlichen Abstieg, sondern machte auch richtig viel Spass. Nur mit Schirm oder „Födlebobb“ wäre es noch leichter gewesen. Eins von beidem gehört bei mir ab jetzt ins Gepäck ;-)

Nach der Spannorthütte wurde es doch noch einmal streng und so war das Bier im Restaurant Stäfeli dann genauso willkommen wie verdient. Die Erfrischung in der Hand und der Blick zurück zum Gross Spannort trösteten aber allemal über die schmerzenden Füsse hinweg.

Vielen Dank Tourenleitern für die gute Organisation und allen Teilnehmern für ein tolles Wochenende. Es war super mit euch!

Pascal Graf

Ausbildung in leichter Gratkletterei (09.06.18)

Leitung: Markus Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Nadia Hofstetter, Kathrin Hofstetter, Gaby Wermelinger, Kurt Weingand, Luzia Lussi, Martin Eberli, Fabienne Baume, Roman Lenz

Um 07.30 Uhr trafen wir uns bei schönem Wetter in Kriens, um gemeinsam den Weg ins Solothurner Jura unter die Räder zu nehmen. Auf dem Weg dorthin wurde der Himmel zwar immer bedeckter, was unsere Vorfreude jedoch keineswegs zu mindern vermochte. Am Ziel angekommen, stand der Gruppe ein kurzer Fussmarsch bevor, bis wir die Einstiegsstelle des Edelgrats erreichten. Dort montierten wir die Kletterausrüstung, bildeten vier Seilschaften und legten voller Tatendrang los. Auf dem 250 Meter langen Grat, welchen es in mehreren Seillängen zu bezwingen galt, durften insbesondere die beiden Unerfahrenen, Fabienne und Roman, auf die volle Unterstützung von Markus zählen, der sie instruierte und sicher über die ersten paar Seillängen begleitete. Ab etwa der Hälfte der Strecke tat sich dann auch noch der Himmel auf und wir genossen im luftigen Ambiente die ersten Sonnenstrahlen und den Ausblick ins flache und wunderschöne Aaretal. Als letzte Seillänge stand uns der sogenannte Zuckerstock ( 4c :-) ) bevor, welcher jedoch dank mentaler Unterstützung von Kurt ein leichtes Unterfangen war.

Am Ziel angelangt, gönnten wir uns eine kurze Picknick-Pause, bevor wir auf der normalen Wanderroute zurück zum Parkplatz marschierten. Zur Stärkung gab es noch einen kurzen Glacé-Stopp, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Alles in Allem war dies ein sehr lehrreicher und gelungener Ausflug, welchen wir sehr genossen haben. Vielen herzlichen Dank an die gesamte Gruppe und insbesondere an Markus für die Organisation, die Unterstützung (auch) im Ausrüstungsmangel und die souveräne und kompetente Begleitung durch diesen Tag.

Verfasser: Fabienne Baume, Roman Lenz

Biktour Finsterwald (02.06.18)

Leitung: Walti Blum

Teilnehmerinnen/Teilnehmer (Vorname Name): Lys Blum, Michi Arramberri, Sereina Baur, Marco Meier, Linda Meier, Sonja Durrer und Peter Kurer

Bei bestem Wetter kann Walti Blum die Schar Biker beim Startpunkt Andritz Hydro begrüssen.Der Obernauerstrasse möglichst ausweichend gehts übers Renggloch und winkend bei Veri Degens Bauernhof zur Emme hinunter. Dort schliesst sich Marco, von Eschenbach kommend, uns an und somit sind wir nun komplett. Flott einfahrend erreichen wir Schachen und die Renggstrasse. Diese verlassen wir gleich nach der ersten Kurve und bald heisst es mit viel 'Most' auf die Pedalen drücken, was unseren Jungen natürlich viel leichter fällt. Bei den 2 Windrädern bei Feldmoos ist der grösste Krampf vorerst vorbei und wir sind nun im flacheren Biosphären-Gebiet Entlebuch. Die Rast hat Walti beim Fuchseremoos ob Finsterwald gewählt. Dort brennt in Kürze das Lagerfeuer und die Würste kommen auf den Rost.

Gegessen wird am festlich von Lys gedecktem Holztisch, und als Krönung werden wir dann noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt (herzlichen Dank, 100 Punkte!).Das Biotop-Seelein ist ein weiteres Kleinod in diesem Naturschutzgebiet, das es zu Bestaunen gibt.Unsere Rückfahrt erfolgt über Wissenegg mit einer langen Abfahrt und darauf folgendem Anstieg zum Lutersarni . Bei Flachsboden schliesst sich unsere Rundtour und wir fahren auf gleicher Strecke nach Schachen hinunter, wo ein Trunk verdient ist und Alle sich einig sind: Es war eine wunderschöne Tour, quasi ab Haustüre und in allernächster Nähe.Herzlichen Dank an Walti für die Tourenleitung und die gute Betreuung.

Verfasser: Peter Kurer